Zisterzienser-Mönche im Kloster Langwaden trauern um ihren früheren Prior

Pater Basilius Ullmann, der frühere Prior von Langwaden, ist verstorben. Foto: TZ
Pater Basilius Ullmann, der frühere Prior von Langwaden, ist verstorben. Foto: TZ

Die Zisterzienser im Kloster Langwaden trauern um ihren früheren Prior Pater Basilius Ullmann, der im Alter von 76 Jahren verstorben ist. Er stammte aus Leverkusen-Schlebusch und kannte die ersten Langwadener Mönche noch aus der Zeit, als sie auf der Further Straße in Neuss lebten.

Nach dem Schulabschluss machte er zunächst eine Ausbildung zum Verlagskaufmann in Köln und trat dann in Langwaden ein. Er half als junger Mann bei den Wiederaufbau- und Umbauarbeiten des ehemaligen Prämonstratenserinnenklosters mit. Während seines Theologiestudiums in Fribourg (Schweiz) lebte er in der Abtei Hauterive, die ihn maßgeblich prägte.

Nach der Priesterweihe war Pater Basilius in Langwaden als Kantor und als Cellerar für die wirtschaftlichen Fragen des Klosters zuständig und kümmerte sich um die zahlreichen Gäste und um die Bewohner des St.-Bernhard-Heims. Er begleitete auch viele Ordensfrauen und Ordensgemeinschaften in der Region und begann, Gedichte über den Glauben und das Mönchsleben zu schreiben, die in mehreren Gedichtbänden herausgegeben wurden.

Vor Ort setzte sich Ullmann für die ökumenische Zusammenarbeit ein und vertrat als Feldkaplan Kloster und Kirche bei den Langwadener Scheibenschützen. Nach der Wahl von Pater Prior Bernhard Thebes zum Abt von Osek wurde er zunächst Subprior und 1993 Prior von Langwaden. Pater Basilius übernahm die Leitung der Gemeinschaft der Klosterweltoblaten und sorgte sich sehr, neue Einnahmequellen zu erschließen.

Unter seiner Führung erhielt die Sozialarbeit im Kloster ein tragfähiges professionelles Konzept. Er bereitete auch unsere rechtliche Selbständigkeit vor. Nachdem im Januar 2004 Langwaden mit der Einsetzung eines neuen Priros rechtlich selbständig geworden war, kam eine neue Herausforderung auf ihn zu: Pater Basilius arbeitete als Pfarrvikar im Grevenbroicher Seelsorgebereich "Niedererft" und gewann durch seine rheinisch-humorvolle und herzliche
Art die Herzen der fünf Pfarrgemeinden.

Kurz nach der Feier seines 70. Geburtstags und seines 40-jährigen Priesterjubiläums im Sommer 2013 musste er aus Gesundheitsgründen die Pfarrarbeit aufgeben. Die Kräfte ließen zusehends nach. Im kleinen Kreis der Mitbrüder und seiner Verwandten, die für ihn während seines gesamten Mönchslebens von großer Bedeutung waren, konnte er am 13. Oktober letzten Jahres vom Krankenbett aus sein Goldenes Professjubiläum feiern.