Zisterzienser sehen Langwaden auf gutem Weg

Prior Pater Bruno Robeck (rechts) und Frater Matthias Malek. Foto:TZ
Prior Pater Bruno Robeck (rechts) und Frater Matthias Malek. Foto:TZ
Langwaden, das einzige Zisterzienser-Kloster im Erzbistum Köln, gedeiht gut. Diese positive Bilanz zog Prior Pater Bruno Robeck nach der Einkleidung des neuen Novizen Matthias Malek. 

In Langwaden im Dekanat Grevenbroich/Dormagen leben mittlerweile sechs Mönche, die die ewigen Gelübde abgelegt haben, zwei Mönche mit zeitlichem Gelübde sowie ein Novize und ein Postulant. Zwei Interessenten prüfen gerade, ob das Ordensleben für sie in Frage kommt. „Glücklicherweise blüht hier etwas“, hat Frater Matthias Malek schnell erkannt. Der 22-Jährige hatte schon einen Studienplatz in Wirtschaftsinformatik sicher, als er sich aufmachte, ein Mönch zu werden. Was ihm bereits als Gast im Juni vergangenen Jahres besonders gefiel neben der herzlichen Aufnahme war der relativ niedrige Altersdurchschnitt im Kloster. Er liegt zurzeit bei rund 50 Lebensjahren, die Langwadens Zisterzienser „auf dem Buckel“ haben. 

Ursprünglich hatte der neue Novize nach dem Abitur auf einem Wirtschaftsgymnasium vor, Kaufmann zu werden. „Aber mir wurde mehr als deutlich, dass der Sinn meines Lebens nicht darin besteht, Reichtümer anzuhäufen. Da muss mehr hinter stecken“, so Malek. Bei seinem Zivildienst in einem Seniorenheim spürte er außerdem, „wie vergänglich das Leben ist“. Er, der „immer gläubig“ war, will jetzt seine Erfüllung im Glauben finden und seine Berufung wachsen lassen. „Der Gedanke, ins Kloster zu gehen, ließ mich nicht mehr los. Gott hat mich gerufen“, berichtet Frater Matthias und lächelt vergnügt.