Zons: St. Martin steht im Mittelpunkt

St. Martin wird bei einem Abend in Zons beleuchtet. Foto: TZ
St. Martin wird bei einem Abend in Zons beleuchtet. Foto: TZ

Kaum ein Heiliger ist in der heutigen Zeit so präsent wie St. Martin. Doch welche Geschichte verbirgt sich hinter Martinus, dem Sohn eines römischen Militärtribuns? Dieser Frage wird in Zons nachgegangen.

Bekannt ist den meisten Martins berühmte Mantelteilung vor den Toren der französischen Stadt Amiens um das Jahr 334. Darüber hinaus hatte das Leben des einstigen Bischofs von Tours, der wahrscheinlich um 316 im heutigen Szombathely in Ungarn geboren wurde, viele abenteuerliche Stationen. Um die Person des erfolgreichen Missionars, der von den Karolingern hoch verehrt wurde, ranken sich viele Sagen und Legenden. Martin ist für zahlreiche Wunder berühmt. Sein Grab war eine der meistbesuchten Pilgerstätten des Mittelalters.

Spuren dieser Verehrung sind heute noch in zahlreichen Patronaten spürbar, etwa in der Zonser Pfarrkirche St. Martinus. Daneben ist vor allem das Martinsbrauchtum, sei es in Form von Umzügen, Feuern, der Gans oder gar dem Weckmann, sehr lebendig. Vielfach liegen die Wurzeln dieser Rituale im Erntebrauchtum.

Anna Karina Hahn, Mitarbeiterin des Kreismuseums in Zons, spricht über das Thema "St. Martin - Historie, Legende, Brauchtum: Auf den Spuren eines Heiligen". Der Abend beginnt am Donnerstag, 7. November, ab 20 Uhr im Kreismuseum an der Schlossstraße. Da der Martinstag früher den Beginn des Adventsfastens darstellte, wurde am Vorabend gern genussvoll gefeiert. In diesem Sinn lädt das Kreismuseum nach dem Vortrag zur "Martinsminne" ein.