Zu Fuß zum Kölner Dom gepilgert

Pilger am Dreikönigsschrein.
Pilger am Dreikönigsschrein.
Ein Tag lang stand die Dom-Wallfahrt im Zeichen des Kreisdekanats Rhein-Kreis Neuss. Besondere Beachtung fand die Tatsache, dass sich auch eine Fußpilgergruppe auf den Weg nach Köln gemacht hatte.

Weihbischof Dr. Rainer Maria Woelki ging in seiner Begrüßung ausdrücklich auf die Gläubigen aus Rommerskirchen ein. Die Fußpilger hatten sich morgens unter dem Leitwort der Dom-Wallfahrt („Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt“) in der Kirche St. Peter getroffen und brachen dort mit Dechant Monsignore Franz Josef Freericks auf. Es ging durch die Gillbachaue und am Gut Vinkenpütz vorbei sowie über Stommeln nach Pulheim, wo Marianne Osterath vom Tross die Pilger auf dem Friedhof erwartete. Nach einer Stärkung und der Meditation über die christliche Auferstehungshoffnung führte der Weg an der Großen Laake, dem Pescher See, vorbei nach Bocklemünd-Mengenich. Dort gab es eine weitere Stärkung, ehe es durch den Grüngürtel zum Südportal des Doms ging, wo Mailänder Madonna, Lochneraltar, Dreikönigsschrein und Gerokreuz das Ziel waren. Die Fußpilger waren aber nicht die einzigen Teilnehmer aus der Pfarreiengemeinschaft "Gilbach". Beim abendlichen Festgottesdienst wirkten auch Sängerinnen und Sänger aus den Chören sowie Messdiener aus Hoeningen, Nettesheim und Rommerskirchen mit.

Überhaupt war das Kreisdekanat gut vertreten. An die 600 Sängerinnen und Sänger aus Kinder- und Kirchenchören traten auf. Hinzu kamen Musiker, Schützen und viele andere Gläubige. Kreisdechant Monsignore Guido Assmann freute sich darüber, „dass sich so viele Ehrenamtliche mit auf den Weg machten und in den Chören und als Messdiener die Liturgie gestalteten“. Regionalkantor Michael Landsky war mit einer langen Liste von Chören angereist, die nach Köln gekommen waren. Sie reichte vom Kirchenchor St. Mauritius in Büderich bis zum Franziskus-Kinderchor der Grevenbroicher Südstadt, von Projektchören der Dormagener Seelsorgebereiche Nord und Süd bis zum Neusser Familienchor Heilig Geist. Im Mittelpunkt des Tages stand das abendliche Pilgeramt mit Weihbischof Woelki. Die Kinderchöre sangen bereits nachmittags bei einer Andacht unter Leitung von Peter Faller-Lubczyk aus Grevenbroich. 

Im „Domforum“ standen außerdem zwei Veranstaltungen unter Neusser Regie. „Wege zur Hoffnung“ hieß eine Betrachtung der Wallfahrtsorte im Rhein-Kreis Neuss. Ob Niederdonker Oktav, Knechtstedener Wallfahrt oder Noithausener Gnadenbild – das Bildungswerk „Familienforum Edith Stein“ informierte darüber. Die Neusser Augustinerinnen-Stiftung „Cor unum“ und die St.-Augustinus-Kliniken luden zu einer Podiumsdiskussion ein. „Sterbende begleiten: Wer übernimmt die Verantwortung?“, so lautete das Thema.