Zu schade für die Sakristei: Alte Kunstwerke in St. Peter und Paul in Grevenbroich

Jetzt in St. Peter und Paul zu sehen: der heilige Stephan Harding mit der Muttergottes. Foto: TZ
Jetzt in St. Peter und Paul zu sehen: der heilige Stephan Harding mit der Muttergottes. Foto: TZ

Zwei alte Gemälde sind in die Grevenbroicher Kirche St. Peter und Paul zurückgekehrt und haben im linken Querschiff ihren Ort gefunden: Die Bilder zeigen den heiligen Apostel Judas Thaddäus und den heiligen Antonius von Padua. „Sie lagerten in der Sakristei, sind aber zu schade, um nicht gezeigt zu werden“, sagt Pfarrer Dr. Meik Schirpenbach, ein studierter Kunsthistoriker.

Darüber hinaus hat die Innenstadt-Gemeinde am Taufbrunnen – vom Haupteingang aus gut sichtbar – ein Gemälde aufgehängt, das sie als Dauerleihgabe aus Neukirchen bekommen hat, wo es im Pfarrbüro St. Jakobus hing: Es stellt den heiligen Stephan Harding mit der Muttergottes dar. Harding (1059-1134) war der dritte Abt von Citeaux, also einer der Gründeräbte der Zisterzienser.

„Das Gemälde erinnert daran, dass die jetzige Pfarrkirche jahrhundertelang eine Klosterkirche war“, so Schirpenbach. Zuletzt wurde sie von 1628 bis 1802 von den Zisterziensern genutzt, aber auch die dort vorher wirkenden Wilhelmiten folgten im Grunde der gleichen Tradition.

Neu im Kirchenschiff von St. Peter und Paul ist auch eine hölzerne Pietá aus dem 15. Jahrhundert. Das gute Stück lagerte jahrelang auf der Empore und ist von einem tiefen Riss geprägt. Schirpenbach hofft auf einen Sponsor für die Restaurierung des Kunstwerks.