„Ausdruck der Volksfrömmigkeit“: Barrensteiner Lourdes-Grotte wurde aufwendig saniert
13.10.2026
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Aus: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln
Die Instandsetzungsarbeiten an der denkmalgeschützten Lourdes-Grotte gegenüber der Barrensteiner Pfarrkirche St. Nikolaus sind abgeschlossen. Die Grotte wurde unter Berücksichtigung der verwendeten Materialien schonend gereinigt, Beschädigungen am Natursteinmauerwerk wurden beseitigt, die Heiligenfiguren restauriert. Der Rat der Stadt Grevenbroich hatte die Maßnahme im Februar einstimmig beschlossen, vor knapp zwei Jahren wurde das Ensemble unter Denkmalschutz gestellt.
Das Bauwerk ist eine Nachbildung der Grotte von Lourdes in Frankreich, wo der heiligen Bernadette 1858 die Mutter Gottes erschienen sein soll. Die Denkmalschützer bezeichnen es als zentralen religiösen Andachts- und Gedenkort sowie als „Ausdruck der Volksfrömmigkeit der Barrensteiner Bevölkerung in den 1920-er Jahren“. Laut Stadtarchiv wurde die Grotte kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs errichtet. Die Bewohner des Dorfs hatten zuvor wohl jeden Abend eine Bittandacht zur Gottesmutter gehalten, in der sie für die Heimkehr der Kriegsteilnehmer beteten. Zum Dank für die Unversehrtheit des Ortes und die Rückkehr fast aller Soldaten beschlossen die Barrensteiner, eine Lourdes-Grotte mit Ehrentafeln in Erinnerung an die Vermissten und Gefallenen zu errichten.
Heute wird das Denkmal von Anwohnern und Gemeindemitgliedern liebevoll gepflegt. Die Frauengemeinschaft sammelt Geld für den Blumenschmuck.