Erzbistum Köln veröffentlicht Kirchenstatistik für 2025
16.03.2026
/
PEK
Die aktuellen Zahlen der kirchlichen Statistik für das Erzbistum Köln sind veröffentlicht: Insgesamt 1.577.826 Katholiken gehörten am Stichtag 31.12.2025 zum Erzbistum Köln. Das sind 49.575 weniger als im Jahr davor. Der Rückgang, der sich im Wesentlichen aus der Zahl der Austritte sowie der Differenz von Sterbefällen und Taufen zusammensetzt, ist damit um 3,5 Prozent niedriger ausgefallen als im Vorjahr (2024: 51.353). Die Zahl der Kirchenaustritte ist dabei auch gesunken. Waren es im Jahr 2024 28.979, liegt der Wert für 2025 bei 27.595 (-4,8%). Die Austrittsquote (Austritte gemessen an der Gesamtzahl der Katholiken) beträgt damit 1,7 Prozent (2024: 1,8%).
Mehrere positive Entwicklungen
Einige positive Entwicklungen sind zu verzeichnen: Die Zahl der Gottesdienstbesucher ist von 90.694 in 2024 auf 94.638 gestiegen (+3.944). Damit nahmen im zurückliegenden Jahr durchschnittlich 6 Prozent der Katholiken im Erzbistum Köln an den Sonntagsgottesdiensten einschließlich der Vorabendmessen teil (2024: 5,6%). Im Jahr 2025 wurden 195 Eintritte gezählt, 2024 waren es 153 (+42). Bei den Erwachsenentaufen ist eine deutliche Steigerung von ca. 58 Prozent zu erkennen auf 315 (2024: 199). Sowohl beim Gottesdienstbesuch als auch bei den Eintritten und den Erwachsenentaufen ist der Trend seit 2021/22 positiv. Auch Firmungen gab es 2025 mehr als 2024; die Zahl stieg von 6.149 auf 6.439 (+290). Die Zahl der Erstkommunionen liegt fast genau auf dem Niveau des Vorjahrs (12.009; 2024: 12.008).
Abnehmende Zahlen sind bei Taufen insgesamt (8.096; 2024: 8.829) und Trauungen (1.400; 2024: 1.661) festzustellen. Die Zahl der Bestattungen ist ebenfalls zurückgegangen (15.397; 2024: 16.276). Wiederaufnahmen gab es im vergangenen Jahr 437, das sind 3 weniger gegenüber 2024 (440).
Generalvikar: Evangelisierung als zentrale Aufgabe
Generalvikar Monsignore Guido Assmann bewertet die Statistik 2025 wie folgt: „Dass wir es über eine geraume Zeit mit abnehmenden Katholikenzahlen zu tun haben, entspricht den Prognosen und Erwartungen. Als Erzbistum Köln reagieren wir darauf, indem wir einerseits unsere Strukturen anpassen, andererseits vor allem aber auch positive Aufbrüche in die Zukunft gestalten. Als Kirche haben wir die Aufgabe, das Evangelium zu verkünden. Diese Aufgabe stellen wir auch im Erzbistum Köln bewusst ins Zentrum und versuchen, die Menschen mit unseren Angeboten der Evangelisierung – teilweise auch neu oder wieder – zu erreichen. Weil wir glauben, dass die Frohe Botschaft Jesu Christi immer gültig und ein unschätzbarer Gewinn für jeden Einzelnen und unsere Gesellschaft ist. Die positiven Zahlen – nach dem ‚Corona-Knick‘ – zu den Gottesdienstbesuchen und der deutliche Anstieg bei den Erwachsenentaufen sind für mich ermutigend.“
Das Erzbistum Köln gibt parallel zur gemeinsamen Veröffentlichung der statistischen Zahlen seitens der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland seine aktuelle Kirchenstatistik bekannt.