Interreligiöses Friedensgebet auf der LAGA
11.05.2026
Am 81. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs haben sich auf der Landesgartenschau in Neuss Vertreter von elf Religionsgemeinschaften zu einem interreligiösen Friedensgebet versammelt. Veranstaltungsort war der neu geschaffene „Ort der Religionen“, der von dem Kunstwerk „Wir treffen uns im Wind“ des japanischen Künstlers Hayato Mizutani umrahmt wird.
An dem gemeinsamen Gebet nahmen unter anderem Vertreter der jüdischen Gemeinde, katholische, evangelische und orthodoxe Christen, muslimische Gemeinden, Aleviten, die Ahmadiyya-Gemeinschaft, Sikhs, Buddhisten, Hindus und Vertreter der ezidischen Gemeinschaft teil. Nach Angaben der Veranstalter war es das erste Treffen dieser Art in der Stadt. Mehr als 150 Menschen kamen zusammen, um gemeinsam für Frieden, Dialog und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu beten.
Die Beiträge der Religionsvertreter machten die Vielfalt der Glaubenstraditionen sichtbar und hörbar. So erinnerte der Vertreter der jüdischen Gemeinde mit Worten aus den Psalmen an die Sehnsucht nach Frieden, während ein buddhistischer Vertreter mit dem Klang einer goldenen Schale Momente stiller Besinnung schuf. Auch christliche Vertreter griffen Friedensbotschaften auf und verwiesen auf die Bedeutung von Verständigung und Zusammenhalt in Zeiten weltweiter Krisen und Konflikte.
Das Kunstprojekt des in München lebenden japanischen Künstlers wurde in enger Zusammenarbeit mit den Religionsgemeinschaften entwickelt und durch die Kunststiftung NRW gefördert. Ziel ist es, einen dauerhaften Ort der Begegnung und des gegenseitigen Verständnisses zu schaffen.