Neues Konzept für Jugendmesse in Neuss

Neues Konzept für Jugendmesse in Neuss
Als Kreisjugendseelsorger Markus Schröder im Herbst ankündigte, die beliebte Jugendmesse „P10“ im neuen Jahr nicht mehr fortzusetzen, sorgte dies für viel Ärger. Jetzt ist ein Kompromiss gefunden: Die Messe findet weiter statt, die Anzahl der Gottesdienste jedoch wird halbiert.
 
Das Bild von den sieben fetten und sieben mageren Jahren, das der Josefsgeschichte im Buch Genesis entnommen ist, passt auch auf die Jugendmesse „P10“. Einst hatte der beliebte Kreisjugendseelsorger Marcus Bussemer diese ins Leben gerufen. Einmal monatlich kamen zahlreiche Gläubige aus dem gesamten Rhein-Kreis Neuss in die Piuskirche im Neusser Stadionviertel. Das gesungene Liedgut (oft von Gregor Linßen) und die flotte Art des Gottesdienstes lockten sie an. Oft mussten sie auf dem Boden sitzen oder in den Gängen stehen, weil die Sitzplätze nicht ausreichten. In der letzten Zeit jedoch war der Zuspruch zur „P10“-Jugendmesse kontinuierlich zurückgegangen. Vor allem Jugendliche blieben vielfach fern, wohingegen Christen jeden Alters den Gottesdienst als willkommene Abwechslung zu den oft als eintönig empfundenen Sonntagsmessen in ihren Gemeinden besuchten.
 
Die Junge Kirche im Rhein-Kreis Neuss kündigte daraufhin an, das Projekt zum Ende des Jahres 2014 auslaufen zu lassen. Davor stand jedoch noch ein Gesprächstermin, bei dem das Team der Jungen Kirche gemeinsam mit Interessierten die Entwicklung kritisch reflektierte.
 
Jetzt kommt es zu einem Neustart. Pfarrer Markus Schröder und Stephanie Müller wollen dabei auch das gesamte Kreisdekanat in den Blick nehmen. Im Jahr 2015 finden die Jugendmessen der Jungen Kirche mit neuem Namen und anderem Modus statt: Im Januar (bereits vorbei), am 8. März, 10. Mai, 13. September und 8. November (also in den „ungeraden“ Monaten) in St. Pius sowie am 8. Februar, 14. Juni und 13. Dezember an anderen Orten im Kreisdekanat. Gleich bleiben der Termin und die Uhrzeit, nämlich immer am zweiten Sonntag im Monat um 18 Uhr (außer in den Ferien).
 
Was in manchen Orten im Kreisdekanat für Freude sorgen könnte, dürfte aber bei weitem nicht alle Wünsche erfüllen: denn auch in Dormagen (St. Michael) und Grevenbroich (St. Clemens, Kapellen) gab es in der Vergangenheit einmal monatlich eine Messe nur für die Jugend. Es bleibt abzuwarten, wie die jungen Menschen dort reagieren, wenn dies nur noch einmal im Jahr der Fall sein wird.
 
Weitere Informationen: www.junge-kirche.info