An der Seite des Lebens – katholische Krankenhausträger positionieren sich gegen Beihilfe zum Suizid

An der Seite des Lebens – katholische Krankenhausträger positionieren sich gegen Beihilfe zum Suizid
Anlässlich der 1. Lesung der Gesetzesentwürfe zur Suizidbeihilfe im Deutschen Bundestag haben sich zehn große katholische Krankenhausträger – darunter auch die St. Augustinus-Kliniken – gegen ärztliche und jede weitere Form der geschäftsmäßigen Beihilfe zum Suizid positioniert.
 
In der unter dem Titel „An der Seite des Lebens“ veröffentlichten Erklärung fordern die Träger eine Stärkung der hospizlichen und palliativen Versorgung und wenden sich ebenso entschieden gegen alle Formen der geschäftsmäßig organisierten Sterbe- und Suizidbeihilfe. Paul Neuhäuser, Vorsitzender der Geschäftsführung der St. Augustinus-Kliniken, die den Menschen am Niederrhein in nahezu 70 Standorten medizinische und soziale Dienstleistungen anbieten, erläutert diese Überzeugung: "Die St. Augustinus-Kliniken erachten das Leben eines jeden Menschen von Anfang bis Ende als einzigartig und schützenswert, weil Gott gegeben. Diese lebensbejahende Haltung ergibt sich aus dem christlichen Menschenbild. Von daher ist es Auftrag, kranke, alte und leidende Menschen würdevoll zu begleiten."
 
Mit ihrer gemeinsamen Positionierung teilen die katholischen Krankenhausträger die Grundsätze der Bundesärztekammer, welche die Mitwirkung des Arztes bei der Selbsttötung ausschließt. So lautet eine der Kernaussagen: „Weder Ärztinnen und Ärzte noch andere Mitarbeitende in unseren Einrichtungen leisten Unterstützung bei der Vorbereitung oder Durchführung eines Suizids.“ Das Bündnis vertritt insgesamt 394 Krankenhäuser und Sozialeinrichtungen in Deutschland, in denen jährlich mehr als 1,6 Millionen Patienten, Klienten und Bewohner ambulant und stationär von knapp 70.000 Mitarbeitern versorgt werden.