Erinnerung an die Wüstenväter - Die Wallfahrtskapelle St. Antonius in Schlicherum besteht seit 375 Jahren

Erinnerung an die Wüstenväter - Die Wallfahrtskapelle St. Antonius in Schlicherum besteht seit 375 Jahren
Dem „Paulus-Jahr“ soll ein „Antonius-Jahr“ folgen. Zumindest im Seelsorgebereich „Im Neusser Süden“. Die Gläubigen feiern dort das 375-jährige Bestehen der Wallfahrtskapelle St. Antonius in Schlicherum.

„2010 sollen immer wieder Veranstaltungen angeboten werden, die Antonius die Ehre geben und uns die Zeit der so genannten Wüstenväter näher bringen“, verspricht Wolfgang Vossen, der leitende Pfarrer. Er möchte Leben und Werk des Heiligen beleuchten, der im dritten beziehungsweise vierten Jahrhundert im heutigen Ägypten lebte und dem im Rheinland das Schwein zur Seite gestellt und der Name „Ferkes Tünn“ gegeben wurde.

Beginnen werden die Feierlichkeiten am Sonntag, 17. Januar, seinem Gedenktag. In der Kirche St. Peter in Rosellen wird ab 15 Uhr ein Festgottesdienst gefeiert. Danach ziehen die Teilnehmer nach Schlicherum, wo eine Abschlussandacht mit Segen vorgesehen ist. Der besinnliche Gang steht in der Tradition der alljährlichen Wallfahrt der Gemeinden Rosellen und Norf „zum Antonius“, der sich jetzt auch die Weckhovener und Hoistener Katholiken anschließen.

Die Kapelle von 1635 ist im barocken Stil gebaut. Barock ist auch das Innere mit dem farbigen Marienaltar, der neben der Gottesmutter unter anderen den heiligen Antonius von Padua und Antonius, den Einsiedler, zeigt. Standfiguren der Apostel Petrus und Paulus schließen den Kreis. Lange Zeit lebte der Pfarrer neben der Kapelle.