Hoher Bedarf im Winter: Suppenküche der St. Augustinus Gruppe stark gefragt

05.02.2026

Der Bedarf ist ungebrochen hoch: In Spitzenzeiten warten bis zu 50 Männer und Frauen werktags vor dem Haus St. Agnes an der Nordkanalallee auf eine warme Mahlzeit. Gerade bei anhaltenden Minustemperaturen ist die Suppenküche ein wichtiger Anlaufpunkt. Getragen wird das Angebot von der Behindertenhilfe, der Seniorenhilfe und dem Alexius/Josef Krankenhaus – Einrichtungen der St. Augustinus Gruppe. Möglich machen es 13 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die Tag für Tag im Einsatz sind.

„Insbesondere gegen Ende des Monats, wenn das Geld knapp wird, kommen mehr Besucher zu uns“, berichtet Standortleiter Miroslaw Dorosz. Das Klientel sei dabei sehr unterschiedlich. „Zu uns kommen Menschen im Alter von 18 bis etwa 80 Jahren mit ganz verschiedenen Hintergründen und Lebensgeschichten – zunehmend auch Frauen“, ergänzt Fachbereichsleiterin der Tagesstruktur Nathalie Sträter. Willkommen sind ausdrücklich alle. „Bei uns muss niemand nachweisen, dass er bedürftig ist. Jede und jeder, der danach fragt, bekommt ein warmes Essen“, betont Dorosz.

Neben einer großen Portion der warmen Mahlzeit erhalten die Gäste Obst, gespendete Backwaren der Bäckerei Puppe und einen Joghurt. In der kalten Jahreszeit bietet das Team zudem heißen Tee an, der sehr gut angenommen wird. Besonders beliebt sind außerdem die wärmenden und nahrhaften Eintöpfe, die täglich frisch in der Küche des Johannes von Gott Hauses zubereitet werden. „Wir nennen es unser ,Augustinus Spezial‘, weil es immer wieder neue Variationen gibt – mit frischen, saisonalen Zutaten“, sagt der Koordinator der Suppenküche.

Kurz vor Weihnachten durften sich die Gäste über ein festliches Menü freuen. Auf dem Speiseplan standen unter anderem Gulasch, Klöße und Rotkohl. 85 Menschen nutzten das Angebot und erhielten neben der Mahlzeit eine prall gefüllte Geschenktüte mit warmer Kleidung, Hygieneartikeln und Süßigkeiten. Die meisten Spenden stammten von Mitarbeitenden der St. Augustinus Gruppe.

Gerade im Winter sei die Situation für viele Menschen besonders belastend – auch emotional. Die Ehrenamtlichen nehmen sich deshalb häufig Zeit für ein Gespräch. Für das neue Jahr wünschen sie sich vor allem, dass es bei der Ausgabe weiterhin ruhig und respektvoll bleibt – auch bei längeren Wartezeiten. „Und dass es insgesamt weniger Not gibt“, sagt Miroslaw Dorosz. „Solange das nicht so ist, bleiben wir für die Menschen da. Das ist für uns eine Herzensangelegenheit.“