Kaarster Kirchen: Licht aus für Rassisten

Kaarster Kirchen: Licht aus für Rassisten
Als am Montagabend in Köln die „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) demonstrierten, blieb nicht nur der Kölner Dom dunkel. Auch die Kirchen in der Stadt Kaarst schalteten ihre Außenbeleuchtung aus.
 
Die katholische Pfarreiengemeinschaft Kaarst/Büttgen und die evangelische Kirchengemeinde in Kaarst fühlen sich eng mit Köln verbunden. „Aber nicht nur deshalb möchten wir uns der Kölner Aktion ,Licht aus für Rassisten‘ anschließen. Vielmehr finden wir, dass soziales Engagement und aktive Teilhabe an den ethischen Debatten unserer Zeit Zeugnis unseres christlichen Glaubens sind“, erklärten Dagmar Andrae, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Kaarst/Büttgen, Kantor Dieter Böttcher und Ortwin Leitzke, Vorsitzender des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde Kaarst, ihre Aktion, für die sie vor allem im Internetnetzwerk Facebook warben. Auch die Stadt Kaarst unterstützte die Idee und löschte am Montagabend die Lichter im Rathaus.
 
Ganz ohne Kritik bleibt das jedoch nicht: Ein Facebook-Nutzer kritisiert etwa, dass alle Teilnehmer an den Pegida-Demonstrationen als Rassisten bezeichnet werden. „Licht aus für Rassisten, aber Spot an für die Vernunft!“ ist sein Vorschlag.