Nachgefragt: Wo bleibt der Aufschrei gegen die Christenverfolgung?

Unsere Geschwister im christlichen Glauben werden verfolgt. Heute, morgen, jeden Tag. Immer öfter und mit immer grausameren Methoden. Was derzeit in Syrien oder Irak passiert, ist nur die Spitze des Eisbergs und lässt das gesamte Ausmaß der Christenverfolgung nur erahnen. Es ist unstreitig, dass das Christentum derzeit die meistbekämpfte Religion ist.
 
Wo aber bleibt der Aufschrei der Kirchen hier bei uns? Ein Aufschrei – laut und vernehmbar?
 
In unseren Kirchen wird bei der Sonntagspredigt weiter fröhlich (mitunter auch eher traurig) das Evangelium ausgelegt. Mehr als eine Fürbitte für unsere verfolgten Schwestern und Brüder ist vielerorts nicht drin. Deutliche Worte zur Christenverfolgung? Öffentliche Stellungnahmen oder gar Demonstrationen? Solidaritätsaktionen? Fehlanzeige! Gerade letzteres wird den katholischen Hilfswerken überlassen – auf Neudeutsch nennt man das Outsourcing.
 
Wann werden die Ortskirchen wach und stehen unseren verfolgten Mitchristen bei?
 
Das fragt sich Thomas Kaumanns, Redaktion katholisch-im-rhein-kreis-neuss.de.