Niedererft: Wortgottesdienste für Demente

„Spuren im Leben“: Diakon André Kleinen und Cordula Bohle. Foto: TZ
„Spuren im Leben“: Diakon André Kleinen und Cordula Bohle. Foto: TZ
„Wenn Sie von einer demenzkranken Frau im Rollstuhl ein Lächeln geschenkt bekommen, dann wissen Sie, weshalb Sie vorher über Engel gepredigt haben“, sagt André Kleinen und lacht. Der Diakon aus dem Grevenbroicher Seelsorgebereich „Niedererft“ bietet jetzt gemeinsam mit Cordula Bohle von der Caritas Wortgottesdienste für Senioren, körperlich und geistig eingeschränkte Menschen sowie deren Angehörige an.
 
„Gerade für viele ältere Menschen ist der Gottesdienst ein zentrales Anliegen. Es ist total wichtig für sie, dorthin zu kommen, aber mit Demenz oder nach einem Schlaganfall ist das oft nicht mehr möglich“, sagen die beiden Experten. Also haben sie ein Gottesdienstformat entwickelt, „das so gestaltet ist, dass vor allem die Emotionen angesprochen werden“. Dabei wird praktisch mit Symbolen gearbeitet, und das Ganze dauert auch nicht so lange wie eine herkömmliche Messe. Erfahrungen haben Kleinen und Bohle damit bereits im Grevenbroicher Caritashaus St. Barbara gesammelt.
 
Jetzt steht das Angebot mit dem Titel „Spuren im Leben“ jeweils sonntags um 15 Uhr an der Niedererft auf dem Kalender: Nach Kapellen und Wevelinghoven sind nun Neukirchen (16. August, St. Jakobus), Hülchrath (20. September, St. Sebastinus) und Hemmerden (15. November, St. Mauri) an der Reihe. Näheres unter Telefon (0 21 81) 81 99 36.