Raphaelshaus in Dormagen: Direktor Hans Scholten im Ruhestand

Stand 30 Jahre an der Spitze des Raphaelshauses: Hans Scholten ist jetzt Ruheständler. Foto: TZ
Stand 30 Jahre an der Spitze des Raphaelshauses: Hans Scholten ist jetzt Ruheständler. Foto: TZ

Hans Scholten hat es einmal treffend auf den Punkt gebracht: „Wir lassen uns auf die Jugendlichen ein und versuchen, sie auf ihrem Lebensweg zu unterstützen.“ Diesem im Alltag keineswegs immer einfachen Credo ist der Direktor des Jugendhilfezentrums „Raphaelshaus“ in Dormagen stets treu geblieben. Nach 30 Jahren an der Spitze dieser Einrichtung des Katholischen Erziehungsvereins für die Rheinprovinz ging er bei einer Veranstaltung vor geladenen Gästen in den wohlverdienten Ruhestand.

Scholten ist Diplom-Sozialarbeiter, machte eine Ausbildung zum Familientherapeuten und absolvierte ein Studium der Heilpädagogik. Ab 1987 arbeitete er mit heute über 250 benachteiligten Kindern und Jugendlichen sowie über 200 Angestellten zusammen. Und so ist das Raphaelshaus mit seinen vielen Gebäuden und seiner großen Kapelle eigentlich ein richtiges Dorf, dessen „Bürgermeister“ Scholten war.

Daneben amtierte er noch als Vorsitzender des Bundesverbands katholischer Einrichtungen und Dienste sowie als Mitglied im Kuratorium des Instituts für Theologische Zoologie. Schließlich sind Pferde, Hunde oder Kamele längst wertvolle Begleiter einer wirkungsvollen Arbeit mit Jugendlichen geworden.

Langeweile wird Scholten auch künftig nicht haben: Der Ruheständler und seine Ehefrau haben ein Haus in Schleswig-Holstein erworben, das saniert werden muss.