Rommerskirchener zum 20. Mal nach Trier gepilgert

An der Abtei St. Matthias in Trier: die Rommerskirchener Pilger
An der Abtei St. Matthias in Trier: die Rommerskirchener Pilger
Im Oktober 1992 machten sich erstmals Fußpilger von Rommerskirchen auf den Weg zum Grab des heiligen Matthias. Seither pilgerten nun schon weit über hundert junge und alte Rommerskirchener zu Fuß nach Trier. In diesem Jahr waren auch drei Jugendliche dabei, die sich mit der Wallfahrt auf die Firmung vorbereiteten.
 
Nach einem Gottesdienst machten  sich 26 Pilger auf den Weg. Brudermeister Franz Josef Osterath begrüßte die zahlreichen Rommerskirchener, die den Fußwallfahrern das Geleit bis zum Bildstock am Teebaum gaben. Der Sonnenschein, der den Pilgern beim Auszug in der Heimat zulachte, sollte sie bis auf den letzten Tag ständig begleiten. Nach der Mittagsrast am ersten Tag in Paffendorf zog die Gruppe weiter zur Matthiaskapelle in Berrendorf, ehe es zum Tagesziel Merzenich weiterging.
 
In vier Gruppen wurde täglich in Gruppengesprächen über das Wallfahrtsthema „…und führe zusammen, was getrennt ist“ nachgedacht. Zu diesem Thema hatten einzelne Pilger für jeden Tag zwei Meditationsanregungen vorbereitet. Am zweiten Tag führte die erste Etappe über die Marieneiche nach Drove wo man den „Tross“ traf, der von Gertrud und Georg Fischer und Marianne Osterrath gebildet wurde. Pfarrer Walter Hütten, der im Drover Pfarrhaus wohnt, ließ es sich nicht nehmen, die Pilger zu begrüßen, ehe es zum Forsthaus Bade ging, wo Reinhard und Uschi Loux-Schorsch aus Gill die Pilger mit einem Käsekuchen überraschten.
 
Mit einer Mittagsrast an der Abtei Maria Frieden ging der Weg am nächsten Tag nach Steffeln. Über Weißenseifen, wo man in der Künsterlerkolonie am eigenen Pilgerstein und am Grab des Künstlers Albrecht Klauer-Simonis, der ihn entwarf, betete, ging es zur ehemaligen Zisterzienserinnenabtei St. Thomas, wo man Betten und gastliche Aufnahme fand. Bei der Messe, die Dechant Msgr. Franz Josef Freericks täglich mit den Pilgern feierte, ging er auf die Lesungstexte desjeweiligen Tages ein. In St. Thomas konnte man die ehemalige Klosterkirche der Zisterzienserinnen bewundern, ehe man sich auf den Weg machte, der an diesem Tag über Kyllburg, Badem und Philippsheim nach Auw entlang der Kyll führte. Nach dem Gottesdienst in der Pfarrkirche Auw begann die letzte Etappe. 
 
Pilgerpater Hubert Wachendorf OSB ehrte mit der Erstpilgermedaille Margit Goertz, Claus Stappen, Malie Weingarten und Svenja Zündorff. Für ihre 40. Fußwallfahrt wurde Marliese Schmitz vom Pilgerpater mit dem Ehrenabzeichen geehrt. Die Elsdorferin geht schon seit vielen Jahren mit den Rommerskirchenern nach Trier. Nach der Ankunft, einem festlichen Abendessen und der Teilnahme an der Komplet der Mönche ließen die Pilger in froher Runde noch einmal die Wallfahrt Revue passieren. Zum Gelingen der Wallfahrt hatte auch Ralf Daumann beigetragen, der sich um die sanitätsmäßige  Versorgung der Pilger gekümmert hatte.
 
Am Samstag, 15. Dezem­ber, um 14 Uhr im Pfarrzentrum von St. Peter in Rommerskirchen haben die Fußpilger ihr nächstes Tref­fen vereinbart. Dabei sollen auch die Fotos gezeigt werden, die auf der Wallfahrt gemacht wurden.