Salesianer Don Boscos: Dormagener legte die Ewigen Gelübde ab

Provinzial Pater Reinhard Gesing legt Mike Goldsmits das Professkreuz als äußeres Zeichen seiner Zugehörigkeit zur Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos an. Foto: Salesianer
Provinzial Pater Reinhard Gesing legt Mike Goldsmits das Professkreuz als äußeres Zeichen seiner Zugehörigkeit zur Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos an. Foto: Salesianer
Der aus Dormagen stammende Mike Goldsmits (39) hat in der Kirche des Bergklosters Heiligenstadt in Thüringen vor seinem Ordensoberen, Provinzial Pater Reinhard Gesing, die Ewigen Gelübde als Salesianer Don Boscos abgelegt. Damit entschied er sich für eine lebenslange Zugehörigkeit zur Ordensgemeinschaft und verpflichtete sich zu den sogenannten Evangelischen Räten – Gehorsam, Armut und ehelose Keuschheit – sowie dem Ziel der Salesianer Don Boscos: dem Einsatz für junge Menschen.
 
Wie sein Ordensgründer, der Turiner Jugendapostel Johannes Bosco (1815­1888), will Goldsmits bedürftigen Kindern und Jugendlichen zu einer gelingenden Zukunft verhelfen. „Ich empfinde es als großes Glück, dies als Salesianer Don Boscos tun zu dürfen“, erklärte er. „Denn als Ordensmann habe ich die Freiheit und die Zeit, ganz für die Jugendlichen da zu sein.“
 
Mike Goldsmits Interesse, christliche Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen und vor allem mit Jugendlichen zu arbeiten, zeigte sich bereits in seiner Jugend. Seit 1989 engagierte er sich bei der Malteser-Jugend in Dormagen und ließ sich 1996 zum Jugendgruppenleiter ausbilden. Während einer der Ausbildungskurse stieß er zum ersten Mal auf das Leben und Wirken Don Boscos, dem im Gruppenleiterhandbuch der Malteser ein Kapitel gewidmet war. Vier Jahre später machte Mike Goldsmits ein pädagogisches Praktikum in der Jugendbildungsstätte „Don Bosco“ in Jünkerath in der Eifel.
 
Bestärkt durch diese Erfahrungen fing er 2001 an, Soziale Arbeit an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen zu studieren. Anschließend folgten berufliche Anstellungen als Bezirkssozialarbeiter in Wuppertal, Jugendreferent in einer katholischen Kirchengemeinde sowie in der Katholischen Jugendfachstelle Düsseldorf.
 
Mike Goldsmits ging in seinen Aufgaben auf. Doch gleichzeitig merkte er, dass der Beruf des Sozialarbeiters ihn nicht vollkommen ausfüllte, dass er sich explizit im Geist Don Boscos engagieren wollte. Im Aspirantat und Vornoviziat in Chemnitz und im Don-Bosco-Jugend-Werk Sachsen lernte er das salesianische Leben besser kennen und begann 2011 sein Noviziat in Pinerolo (Italien). In dieser Zeit festigte sich seine Entscheidung, Salesianer Don Boscos zu werden, und er legte 2012 seine zeitliche Ordensprofess ab.
 
„Mein altes Leben aufzugeben, hat mich schon Mut gekostet. Zugleich fühlte es sich für mich ganz natürlich an“, sagt Mike Goldsmits. Nach seiner zeitlichen Ordensprofess arbeitete der Sozialpädagoge vier Jahre im Jugendhilfezentrum „Don Bosco“ in Sannerz in Hessen. Seit 2016 ist er im Kinder- und Jugendschutzdienst „Villa Lampe“ in Heiligenstadt im Einsatz.
 
Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem, mit Schulklassen über Gewalt­ und Mobbingprävention zu sprechen, Lehrer und Erzieher zu beraten, Familien zu besuchen, für Kinder in Not da zu sein. „Ich sehe mich nicht nur in der Rolle des Organisators, sondern setze in erster Linie auf Beziehungsarbeit“, so Goldsmits. Der klassischen kirchlichen Jugendverbandsarbeit ist er ebenfalls treu geblieben: Seit 2017 ist Goldsmits als ehrenamtlicher geistlicher Leiter der Kolpingjugend im Bistum Erfurt aktiv.