Sternsinger aus dem Neusser Süden sammeln über 20.500 Euro für benachteiligte Kinder

20.01.2026

Abschluss in der Trinitatiskirche: die Sternsinger aus Rosellen und Umgebung waren wieder in ihrem Element.
Abschluss in der Trinitatiskirche: die Sternsinger aus Rosellen und Umgebung waren wieder in ihrem Element.

Mit Kronen auf den Köpfen und Sternen in den Händen strahlten die 145 Sternsinger aus Allerheiligen, Elvekum, Rosellen, Rosellerheide und Schlicherum um die Wette. Zum feierlichen Abschluss der diesjährigen Sternsingeraktion kamen sie jetzt zu einer großen Danke-Feier in der evangelischen Trinitatiskirche zusammen.

Pfarrerin Nadine Appelfeller würdigte das Engagement der Kinder und Jugendlichen sowie die langjährige ökumenische Zusammenarbeit im Neusser Süden. „Die Sternsinger zeigen eindrucksvoll, wie Glaube und Einsatz für andere Menschen zusammengehören – und wie stark Gemeinschaft sein kann, wenn viele mitmachen“, sagte Appelfeller. Im Neusser Süden wird die Sternsingeraktion bereits seit vielen Jahren von der evangelischen und katholischen Kirche gemeinsam durchgeführt.

In der Trinitatiskirche verkündete Lars Strohschein aus dem Sternsingerteam dann vor der königlichen Schar sowie rund 60 jugendlichen und erwachsenen Begleitenden das Ergebnis der Aktion Dreikönigssingen: 20.557,34 Euro wurden gesammelt. Damit erzielten die Sternsinger im Neusser Süden ein Rekord-Ergebnis – so viel wie noch nie zuvor.

„Dieses Ergebnis ist vor allem dem großen Einsatz der Kinder zu verdanken“, betonten Marius und Katrin Tolles aus dem Sternsingerteam. An mehreren Tagen waren die jungen Sternsinger singend von Tür zu Tür gezogen, hatten den Segen „20*C+M+B+26“ an die Haustüren geschrieben und Spenden für benachteiligte Kinder in aller Welt gesammelt.

Wie stolz die Kinder selbst auf ihren Einsatz sind, erzählte die zehnjährige Elena aus Rosellerheide: „Am schönsten war, dass sich so viele Menschen gefreut haben, als wir gesungen haben.“ Der dreizehnjährige Tobias ergänzte: „Jetzt zu wissen, dass wir Kindern helfen, die nicht zur Schule gehen dürfen, macht mich richtig stolz.“

Ein besonderer Dank gilt dem Restaurant Höttche aus Dormagen, dass wieder alle Sternsinger sowie ihre Begleitenden mit Hamburgern versorgte und damit einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Abschlussfeier leistete. Auch Sarah Krings aus dem Sternsingerteam und Eva Sülberg hoben hervor, wie sehr solche Gesten der Anerkennung die Motivation der Kinder stärken. 

Im Rahmen der Abschlussfeier wurde den Teilnehmern zudem ein abwechslungsreiches Programm geboten: Spiele, ein Quiz, eine Schätzaktion zum Spendenergebnis sowie ein Fotowettbewerb sorgten für gute Stimmung. 

„Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ lautet das Leitwort der 68. Aktion Dreikönigssingen, deren Beispielprojekte in diesem Jahr in Bangladesch liegen. Der katholische Jugendreferent Daniel Fellert betonte: „Die Sternsingeraktion zeigt Kindern und Jugendlichen, dass sie selbst etwas verändern können – hier vor Ort und weltweit.“

Die Aktion 2026 rückt das Thema Kinderarbeit in den Mittelpunkt und macht deutlich, wie wichtig die Kinderrechte auf Schutz und Bildung sind. Weltweit arbeiten 138 Millionen Kinder im Alter zwischen fünf und 17 Jahren, davon 54 Millionen unter besonders gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Produkte aus Kinderarbeit gelangen auch nach Deutschland in den Handel. Durch den Einsatz der kleinen und großen Könige in Deutschland werden Kinder in rund 90 Ländern weltweit unterstützt – darunter Straßen- und Flüchtlingskinder sowie Mädchen und Jungen ohne Zugang zu Bildung, sauberem Wasser oder ausreichender Nahrung. Seit dem Start der Aktion im Jahr 1959 wurden in mittlerweile 67 Aktionsjahren über 1,4 Milliarden Euro gesammelt.