Trier-Pilger aus Rommerskirchen sind zurück

Trier-Pilger aus Rommerskirchen.
Trier-Pilger aus Rommerskirchen.
Mit Franz Josef Osterath als neuem Brudermeister machten sich jetzt 30 Pilger aus der Pfarreiengemeinschaft "Gilbach" auf zur Fußwallfahrt zum Grab des heiligen Matthias. Seit 1992 Jahren pilgern nun schon junge und alte Rommerskirchener nach Trier.
 
Gemeinsam feierten die Pilger ihren Aussendungsgottesdienst mit den Messdienern, die an der Ministranten-Wallfahrt des Erzbistums Köln nach Rom teilnahmen. Zum Bildstock am Teebaum gaben zahlreiche Rommerskirchener den Gläubigen das Geleit bei strahlendem Sonnenschein, der die ganze Woche prägte. Nach einer Rast in Paffendorf zog die Gruppe weiter zur Matthiaskapelle in Berrendorf, wo sie von Pfarrer Heribert Koch, der viele Jahre in Hoeningen wirkte, sowie anderen Matthiaspilgern begrüßt wurden, ehe es zum Tagesziel Merzenich weiterging.
 
In fünf Gruppen wurde täglich über das Wallfahrtsthema aus Psalm 23 ("Du bist bei mir") meditiert. Am zweiten Tag führte die erste Etappe über die Marieneiche nach Drove, wo man den „Tross“ traf, der von Gertrud Fischer, Marianne Osterrath und Josef Weyrauch gebildet wurde. Mit großer Umsicht und Fürsorge kümmerte sich das Trio wie in den Vorjahren um die Fußpilger. Über Wolfgarten und Gemünd führte der Weg weiter zum Tagesziel Olef.
 
Mit einer Mittagsrast an der Abtei Maria Frieden ging es am nächsten Tag nach Steffeln. Nach Weißenseifen folgte die ehemalige Zisterzienserinnen-Abtei St. Thomas, wo man Betten und gastliche Aufnahme fand. Bei der heiligen Messe, die Dechant Monsignore Franz Josef Freericks mit den Pilgern feierte, ging der Seelsorger auf die Gefühle der Pilger ein. In St. Thomas freute sich eine Dominikanerin aus dem Kloster Ahrenberg, mitfeiern zu können, und wünschte den Pilgern einen guten Weg, der über Kyllburg, Philippsheim und Auw führte, bis man zum Etappenziel Daufenbach kam. 

Auch in diesem Jahr wurde am letzten Tag unterhalb der Burg Ramstein im Freien wieder ein gemeinsamer Bußgottesdienst gefeiert. Betend zogen die Pilger entlang der Mosel zur Abtei St. Matthias. Gemeinsam mit Gruppen aus Hürth, Wahnheide, Brück und Düren zogen die Wallfahrer aus Rommerskirchen in die Basilika St. Matthias ein. Pilgerpater Hubert Wachendorf ehrte Ulrich Roman Leufgen aus Rommerskirchen anlässlich seiner zehnten Wallfahrt mit einer Kerze. Er war von Rommerskirchen drei Tage später aufgebrochen und hatte in drei Tagen die ganze Strecke mit seinem Rucksack allein zurückgelegt und die anderen Pilger vom Gilbach bereits am Eingang der Abtei erwartet.
 
Nach der Ankunft, einem festlichen Abendessen und der Teilnahme an der Komplet der Mönche ließen die Pilger in froher Runde noch einmal die Wallfahrt Revue passieren. Dabei wurde auch Ralf Daumann gedankt, der sich wie bereits in den Vorjahren um die sanitätsmäßige Versorgung der Pilger gekümmert hatte. Am nächsten Morgen, nach dem Pilgeramt und dem Abschied am Matthiasschrein, brachen die Pilger wieder in ihre Heimat auf. Zum Abschluss kamen sie mit der Fahne und einem geschmückten Kreuz in die Pfarrkirche St. Peter zum Sonntagsgottesdienst, von wo sie eine Woche vorher ausgezogen waren. 

Die Pilger hoffen darauf, dass im kommenden Jahr vom 23.bis 29. Oktober die 20. Fußwallfahrt unter dem Leitwort: „Neige das Ohr Deines Herzens“ stattfinden kann.
Für Samstag, 11. Dezember, ab 14.30 Uhr im Pfarrzentrum St. Peter in Rommerskirchen haben sie ihr nächstes Treffen vereinbart.