Von Rommerskirchen und Hemmerden nach Klein-Jerusalem

Die Pilger zogen auch durch Rapsfelder nach Klein-Jerusalem.
Die Pilger zogen auch durch Rapsfelder nach Klein-Jerusalem.
Bereits seit 1449 ziehen Pilger von Rommerskirchen und Hemmerden nach Vorst und Klein-Jerusalem. Auch in diesem Jahr gingen wieder etliche Gläubige dorthin, wo der heilige Godehard verehrt wird.
 
In diesem Jahr hatte Heribert Bach kurzfristig die Pilgerleitung übernommen, da der Pilgerleiter Andreas Schiffer erkrankt war. Von der Sonne verwöhnt wurden die Katholiken auf ihrem ganzen Weg. Am ersten Tag zogen 15 Fußpilger von Hemmerden los. In Vorst warteten bereits der Ortspfarrer und die Reliquie des heilige Godehard auf die Wallfahrer.
 
Nach der Andacht ging es dann nach Klein-Jerusalem, wo die Tagesetappe mit dem Gebet in der Kapelle zu Ende ging. Am folgenden Morgen um 5 Uhr kamen Matthias-Pilger aus Neersen und ehemalige Vorst-Pilger am Gedenktag des heiligen Godehard zum Gottesdienst, den Dechant Monsignore  Franz Josef Freericks in der Kapelle von Klein-Jerusalem feierte.
 
Die Neersener Pilger, die nach Trier aufbrachen, und die  Gläubigen aus dem Rhein-Kreis Neuss erinnerte Freericks daran, „dass Pilger und Kirche nicht nur in den Himmel schauen sollen, sondern die Erde im Blick haben müssen“. Er bezog sich dabei auch auf die anstehenden Veränderungen in der Seelsorge in Grevenbroich und Rommerskirchen. 
 
Nach dem gemeinsamen Frühstück, einer Marienandacht und dem Auszugsgebet in der Kapelle von Klein-Jerusalem machten sich die Pilger betend und singend auf den Heimweg.  Am Pilgerstein, der seit 1994 in Kleinenbroich steht, wurde auch der bereits verstorbenen Wallfahrer gedacht. Unter dem Geläut der Glocken von Hemmerden geleitete Diakon André Kleinen die Pilger zum Schlusssegen in die Pfarrkirche St. Mauri.