„Vorkämpfer für den Frieden“: Kardinal aus Zentralafrika bei den Spiritanern

Kardinal Nzapalainga sprach in Knechtsteden, links Bischof em. Peter Marzinkowski. Foto: TZ
Kardinal Nzapalainga sprach in Knechtsteden, links Bischof em. Peter Marzinkowski. Foto: TZ

Die Verbindung zwischen der Missionsgesellschaft vom Heiligen Geist in Knechtsteden und der Zentralafrikanischen Republik hat eine weitere Stärkung erfahren. Anlässlich des Todestags des zweiten Ordensgründers Pater Libermann kam Kardinal Dieudonné Nzapalainga, Spiritaner und Erzbischof von Bangui, der Hauptstadt von Zentralafrika, zu Gottesdienst und Begegnung ins Kloster.

„Er ist ein Vorkämpfer für den Frieden und die Versöhnung in seinem von bewaffneten Konflikten zerrissenen Land“, betonte Pater Emeka Nzeadibe, der Superior. Der 1967 geborene und 2016 von Papst Franziskus in den Kardinalsstand erhobene Nzapalainga ist der jüngste Kardinal der Weltkirche.

Er erhielt gemeinsam mit einem Iman den Aachener Friedenspreis für sein Engagement, den kriegerischen Konflikt in seiner Heimat friedlich beizulegen und für Verständigung zwischen den Religionen zu sorgen. So hat der Erzbischof dem Imam und weiteren 10.000 Flüchtlingen Asyl auf kirchlichem Boden gewährt. Beide verhandeln oft mit Rebellen und erwirken Freilassungen von Geiseln.

Wie angespannt die Lage in Zentralafrika ist, wissen die Spiritaner gut. Einer von ihnen, der wieder in Knechtsteden lebt, ist Peter Marzinkowski, der frühere Bischof der Diözese Alindao. Dort bis heute tätig ist der vor vier Jahren in Knechtsteden zum Priester geweihte Pater Olaf Derenthal.