Zurück aus Israel

Zurück aus Israel
„Lebendige Steine-Zeugen des Glaubens“ lautete das Motto der Wallfahrt ins Heilige Land der Pfarreiengemeinschaft Rommerskirchen Gilbach. In den elf gefüllten Wallfahrtstagen in Israel ging es um einmal darum, Orte und Spuren Jesu und seiner Jünger zu entdecken, aber auch darum, den Menschen in Israel und Palästina heute zu begegnen.

Es gab wirklich Begegnungen mit lebendigen Steinen des Glaubens auf der Fahrt ins Heilige Land von der jetzt 22 Pilger aus dem Pfarrverband Rommerskirchen-Gilbach nach Hause zurück kehrten. In Nazareth führte die Salvatorianerin Schwester Klara Berchtold durch die große Schule und berichte von der Arbeit mit den zumeist arabischen Schülern. In Bethlehem überzeugten sich die Rommerskirchener im Caritas Baby Hospital von der Arbeit an den kranken Kindern und den Problemen, die entstehen durch die neu erbaute Mauer, die Israel von der Westbank trennt.

In Emmaus, nachdem man lange Umwege gefahren und Checkpoints der Israelis passiert hatte, traf man Schwester Hildegard. Sie leitet dort ein Heim für alte und behinderte Menschen. Auch sie in konnte in ihrer begeisternden Art auch von den Chancen und Mühen ihrer Arbeit unter den Palästinensern berichteten. In Ain Karim traf man die Vinzentinerin Katharina Fuchs. Von ihr erfuhren die Pilger aus Rommerskirchen einiges über die Arbeit mit z. T. schwer behinderten Kindern. Beim Gottesdienst in Ain Karim in der Magnificat Kirche kam es zu einer spontanen Begegnung mit Pilgern aus Ghana, die durch ihren Gesang begeisterten. Die Begegnungen gaben eine Menge Hintergrundinformation für die deutschen Pilger.

In den Tagen im Heiligen Land hatten Wallfahrer aus der Pfarreiengemeinschaft Rommerskirchen Gilbach zu einer wirklichen Pilgergemeinschaft gefunden. Begeistert zeigten sich die Wallfahrer von den Unterkünften in Tabgha, direkt am See Genesareth und im Paulus Haus direkt am Damaskustor. Wohltuend empfanden die Pilger auch die Gelegenheiten in Ruhe auf den Spuren Jesu wandern zu können. Gleich am ersten Tag ging es zu Fuß nach Kapharnaum und zur Primatskapelle am See Genesareth.Von Tabgha wurde auchder Berg Tabor, Nazareth, Akko, der Berg der Seligpreisungen, Caesaerea Philippi und die Golanhöhen und besucht. Am Jordan bezeichneten sich alle gegenseitig mit Joradanwasser und erinnerten sich so beim Gottesdienst im Freien an die eigene Taufe. informierte man sich im Babyhospital über die Arbeit dieser Einrichtung der Caritas in der Westbank. Erschreckend empfand man in Bethlehem die in den letzten Jahren errichtete Mauer, die die Westbank von Israel trennt.

Neben den Begegnungen sowie dem Baden im See Genesareth, im Mittelmeer und im Toten Meer, standen bei der diesjährigen Pilgerreise Besuche der Orte an, die aus der Bibel bekannt sind. eine Reihe von Begegnungen an, mit Menschen, die im Heiligen Land arbeiten.

In Jerusalem klang die Wallfahrt aus, die unter Leitung von Dechant Msgr. Franz Josef Freericks stand, der von Pfarrer Georg Rose aus der Diözese Cruzeiro do Sul in Brasilien unterstützt wurde. Am jüdischen Versöhnungstag Yom Kippur stand der Kreuzweg auf der via dolorosa mit der Messfeier bei den kleinen Schwestern Charles de Foucolds an der 6. Station ebenso auf dem Programm wie ein Besuch an der Westmauer des ehemaligen Tempelbezirks, wo an diesem Tag besonders viele Juden zum Gebet zusammengekommen waren. Betroffen besuchte man die Gedenkstätte von Yad Vashem. Am Ölberg, in der Altstadt, auf der Terrasse des Paulushauses, in der Benediktinerabtei auf dem Zionsberg und im Viertel der orthodoxen Juden konnten die Pilger aus Rommerskirchen eine Fülle von Eindrücken über das Leben in Jerusalem gewinnen. Nach dem Gottesdienst im Abendmahlssaal von Jerusalem brach man auf zum Flughafen zur Heimreise über Frankfurt.