Zukunftspläne zunächst auf Eis gelegt: Gestiegene Kosten belasten St.-Barbara-Projekt in Neuss

04.06.2024

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Aus: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln

Die denkmalgeschützte Filialkirche St. Barbara in Neuss bleibt zunächst einmal so, wie sie ist. Foto: TZ
Die denkmalgeschützte Filialkirche St. Barbara in Neuss bleibt zunächst einmal so, wie sie ist. Foto: TZ

Die Neusser Filialkirche St. Barbara wird vorerst weiterhin ausschließlich sakral genutzt. Die geplante Integration eines multifunktionalen Zentrums für Gemeinwesenarbeit in das Gotteshaus ist erst einmal vom Tisch. Das hat der zuständige Kirchenvorstand der Gemeinde St. Marien beschlossen. Hintergrund ist die angespannte Situation im Bausektor mit stark gestiegenen Material- und Zinskosten. 

Mit dem Umbauprojekt hatten sich die Innenstadt-Katholiken erfolgreich am Wettbewerb „Zukunftskonzept Kirchenraum“ der Landesinitiative „Stadt.Bau.Kultur“ beteiligt. St. Barbara gehörte am Ende zu acht ausgewählten Vorhaben in Nordrhein-Westfalen, die zunächst bei der Erstellung eines neuen Nutzungskonzeptes begleitet wurden. Für kirchliche Zwecke sollte eine Kapelle verbleiben, daneben sollten Büro- und Gruppenräume, ein Jugendtreff und ein Veranstaltungssaal entstehen. 

Fragen der Statik waren bereits geprüft worden. Jetzt bleibt es erst einmal bei der bisherigen Nutzung. Sonntags und mittwochs werden Gottesdienste gefeiert. Ansonsten steht die Kirche Gästen zur Verfügung. Dazu gehören neben den tamilischen und vietnamesischen Katholiken die rumänisch-­orthodoxen Christen. St. Barbara wurde 1933 von Weihbischof Joseph Hammels geweiht und steht unter Denkmalschutz, weil sie neben Heilige Dreikönige die einzige Neusser Kirche ist, die zwischen den Weltkriegen errichtet wurde.