Glehner St.-Sebastianus-Bruderschaft: Niek van den Dool ist neuer Brudermeister

20.02.2026

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Aus: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln

Neuer Brudermeister (von links): Oberpfarrer Andreas Süß, Niek van den Dool und sein Vorgänger Stefan Lipgens in der Kirche St. Pankratius.
Neuer Brudermeister (von links): Oberpfarrer Andreas Süß, Niek van den Dool und sein Vorgänger Stefan Lipgens in der Kirche St. Pankratius.

Niek van den Dool ist neuer Brudermeister der St.-Sebastianus-Bruderschaft in Glehn. Präses Oberpfarrer Andreas Süß führte ihn im Rahmen eines Gottesdienstes in St. Pankratius in sein Amt als Nachfolger von Stefan Lipgens ein, der 13 Jahre an der Spitze des Vereins stand. Zu den ersten Gratulanten van den Dools zählte Diakon Georg Kohnen, der die gut besuchte Messe mit Süß feierte.

Die Bruderschaft ist eine feste Säule der Ortskirche. Ob das Ewige Gebet, die Betstunde am Gründonnerstag, der Gang zu den Fußfällen am Karfreitag, die Kevelaer-Wallfahrt oder das Gemeindefest – die Sebastianer sind stets mit von der Partie. Ihre Hilfsaktion für Glehner Sorgenkinder ist ebenso altbewährt wie ihr Bitt- und Sühnegang zum Nikolauskloster.

Bereits um das Jahr 1440 gab in der Kirche nachweislich einen Sebastianus-Altar. Seitdem wird auch die Bruderschaft bestehen. Der Altar war mit einer Vikarie verbunden, bei der die Mitglieder den Geistlichen selbst ernannten. Im Pfarrarchiv liegt ein Register von 1489, das über die Einkünfte der Bruderschaft informiert. Die Erlöse aus ihrem Landbesitz dienten „überwiegend sozialen, karitativen und kirchlichen Zwecken“, wie es in der Chronik heißt.

Im Lauf der Zeit erlebte die Bruderschaft Höhen und Tiefen, besonders in den Notzeiten verlor sie an Bedeutung. Es fanden sich aber immer wieder beherzte Männer zum Neubeginn.