Andreas Süß wird neuer Oberpfarrer in Neuss

Neuss bekommt im September einen neuen Oberpfarrer. Er heißt Andreas Süß. Der 45-jährige wird für drei Seelsorgebereiche ernannt: Neuss-Mitte, wo mit der Basilika St. Quirin das Wahrzeichen der Stadt steht und wo der neue Pfarrer vermutlich seinen Wohnsitz haben wird; Neuss – Rund um die Erftmündung (Gnadental, Erfttal, Grimlinghausen und Uedesheim) und Neusser Süden mit Norf/Derikum, Allerheiligen, Rosellen/Rosellerheide, Hoisten und Weckhoven.

Damit ist die zentrale Neusser Pfarrstelle ein Jahr nach dem Weggang von Monsignore Guido Assmann wieder besetzt. Zwei weitere Priester sollen noch ernannt werden, um das zuletzt arg dezimierte Seelsorgeteam zu verstärken. Die Ernennung Süß‘ soll in den Gottesdiensten an diesem Wochenende verkündet werden, ist aber keine wirkliche Überraschung. Kenner des Erzbistums hatten ihn schon länger „auf der Liste“.

Süß studierte Betriebswirtschaft und Theologie und wurde 2008 zum Priester geweiht. Seit 2015 ist er als Pfarrer im Seelsorgebereich Bensberg/Moitzfeld im Bergischen Land tätig. 2005 gehörte der Geistliche – damals noch Student – zu den Mitinitiatoren der Nightfever-Bewegung im Erzbistum Köln. Diese Initiative junger Katholiken kombiniert Anbetungsabende mit Elementen der Straßenmission.

Viel Zeit zum Eingewöhnen in Neuss bleibt dem neuen Pfarrer nicht. Er muss drei Seelsorgebereiche zu einem sogenannten Sendungsraum zusammenführen und darüber hinaus zukünftige Entwicklungen in den Blick nehmen. Im Zuge des „Pastoralen Zukunftswegs“ sollen die Gemeindestrukturen in den kommenden zehn Jahren grundlegend verändert werden.

Ob der neue Neusser Oberpfarrer gerne Schützenfest feiert, ist nicht bekannt. Feiern wird er Ende August aber auf jeden Fall, denn am 29. August ist sein Geburtstag.