Auferstehung lebendig gemacht: Delrather Katholiken errichteten Ostergrab

06.05.2022

/

Aus: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln

Das Ostergrab in der Delrather Kirche St. Gabriel verdeutlicht die Auferstehung Christi. Foto: TZ

In Tirol ist der Brauch des Ostergrabs weit verbreitet. In fast allen Kirchen und Kapellen wird die Auferstehung Christi im mehr oder minder großen Rahmen eindrucksvoll dargestellt. Im Rheinland ist diese Tradition weniger bekannt. Doch keine Regel ohne Ausnahme: In der Pfarrkirche St. Gabriel interpretieren Ehrenamtler das Ostergeschehen seit Jahren auf ihre Weise. Sollten die Blumen solange halten, werden das großes Kreuz, die Grabhöhle und der Auferstandene bis Christi Himmelfahrt vor, in und nach den Gottesdiensten zu sehen sein.

Die Gemeindemitglieder Dorothea und Alfred Globisch sowie Gesine und Gregor Segschneider zeichnen dafür verantwortlich. Die positive Resonanz auf „Gottes Grab“, wie sie es nennen, belohnt ihr Engagement, mit dem sie den Glauben ein Stück weit erfahrbarer machen möchten. Und so lädt das Ostergrab zum Beten, Meditieren oder einfach „nur“ zum Anschauen ein.

Bei der Liturgie vom Leiden und Sterben Jesu am Karfreitag lag noch eine Jesusfigur in der Grabhöhle, bei der Feier von der Auferstehung Jesu am frühen Ostersonntag stand die Figur des Auferstandenen bereits darüber. Das galt auch am Ostermontag, als sich die Katholiken zum Emmaus-Gang versammelten, um zur Eucharistiefeier an der Autobahnkapelle St. Raphael an der A 57 zu pilgern. Auch das ist eine Delrather Besonderheit seit Jahren.