Barrensteiner Kirche St. Nikolaus soll zurückgebaut werden

Die St.-Nikolaus-Kirche in Barrenstein soll zurückgebaut werden.
Die St.-Nikolaus-Kirche in Barrenstein soll zurückgebaut werden.
Pfarrhaus, Pfarrheim und Kirche der 498-Seelen-Gemeinde St. Nikolaus in Barrenstein sollen „zurückgebaut“ und die freiwerdenden Grundstücke verpachtet werden. Das geht aus den „Informationen zum Stand des Gebäudekonzeptionsprozesses im Seelsorgebereich Vollrather Höhe“ in Grevenbroich hervor, die Salvatorianer-Pater Jos Houben, der leitende Pfarrer, vorgelegt hat.
 
Die Barrensteiner Katholiken sollen künftig die spätgotische Kapelle von 1495 neben der bisherigen, 1975 erbauten Kirche nutzen, an der eine kleine Versammlungsfläche entstehen wird. Pfarrgemeinderat, Kirchenvorstände und Ortsausschüsse haben das Gebäudekonzept gemeinsam mit den Seelsorgern erarbeitet. Begleitet wurden sie dabei durch das Architekturbüro Brück-Dürkop und Mitarbeiter des Generalvikariats.
 
„Mit dem Konzept soll es gelingen, deutlich Flächen zu reduzieren und dennoch vor Ort die Räume vorzuhalten, die für die pastorale Arbeit gebraucht werden. An jedem der sechs Standorte soll es auch künftig ein Raumprogramm geben, das an jedem Kirchort ermöglicht, miteinander Gottesdienst zu feiern und sich als Gemeinde zu versammeln“, so Houben.
 
Zur Umsetzung wurde für jeden Standort eine sogenannte Vorplanungsgenehmigung erteilt. Die Kirchenvorstände werden nun in eine intensive Planung einsteigen, um zu prüfen, ob und wie das Konzept konkret umgesetzt werden kann. Dabei wird die Frage der Finanzierbarkeit eine wesentliche Rolle spielen.
 
In St. Joseph in der Grevenbroicher Südstadt sollen Pfarrheim und gegebenenfalls das Jugendzentrum aufgegeben und abgerissen werden. Dafür sollen Versammlungsflächen in der Kirche entstehen. In Neurath sollen die Versammlungsflächen vom Pfarrhaus St. Lambertus in die Kirche verlegt werden, so dass das Pfarrhaus vermietet oder verkauft werden kann.
 
In St. Matthäus in Allrath soll geprüft werden, ob es möglich ist, die Versammlungsflächen in die Kirche zu integrieren. „Alternativ ist ein Rückbau der jetzigen Kirche mit Ausnahme des Turms geplant. An ihrer Stelle könnte ein kleinerer Neubau entstehen, der multifunktional genutzt werden kann“, heißt es. Das Pfarrheim und die Küsterwohnung sollen abgerissen werden. Die dadurch entstehenden Flächen sollen in Erbpacht verwertet werden.
 
„Kein weiterer Veränderungsbedarf“ besteht in den Gemeinden St. Martin und St. Cyriakus in Frimmersdorf beziehungsweise Neuenhoven, wo bereits neue, verkleinerte Gemeindezentren errichtet worden sind.