Büderich: Weihnachtsausstellung im Alten Küsterhaus St. Mauritius

24.12.2021

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Aus: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln

Weihnachtsbäume und Puppenhäuser: Kuratorin Doris Berzdorf in der Weihnachtsausstellung im Alten Küsterhaus St. Mauritius. Foto: TZ

„Wie der Tannenbaum ins Rheinland kam“ heißt die Weihnachtsausstellung in der Kultur- und Begegnungsstätte Altes Küsterhaus St. Mauritius. Kuratiert von Doris Berzdorf und mitgestaltet von Carlotta von Cannstein, zeigt die Schau in dem kleinen Gebäude neben der Büdericher Kirche den Werdegang der Dekorationen zum Geburtsfest Christi.

Jeweils mit Weihnachtsbäumen und Puppenhäusern anschaulich gemacht werden das 19. Jahrhundert (in dem die meisten Traditionen entstanden), die 1930-er Jahre (als Hitler mit dem Jul-Kult eine Ersatzreligion aufbauen wollte und Kugeln mit Hakenkreuzen favorisierte), die 1950-er Jahre (als das Lametta Einzug hielt) und die 1970-er Jahre (als sich futuristisch anmutende Sterne großer Beliebtheit erfreuten).

Beleuchtet wird auch die rheinische Tradition, dem Jesuskind jeden Tag einen Strohhalm in die noch leere Krippe zu legen, damit es zum Weihnachtsfest weich liegt. Adventskalender und Weihnachtspost stehen ebenso im Blickpunkt wie die Adventsheiligen Nikolaus und Barbara.

Die Ausstellung ist noch am Neujahrstag, 1. Januar, von 15 bis 18 Uhr sowie tags darauf von 12 bis 18 Uhr zu sehen. Übrigens: Der Tannenbaum kam Mitte des 19. Jahrhunderts aus Straßburg in die Region – genauer: 1863 nach Kleve. 1880 wurde er erstmals in Kevelaer bezeugt, 1900 in Krefeld und ab 1918 auch am restlichen Niederrhein.