Caritas feierte: 30 Jahre Schwangerschaftsberatung

Zahlreiche Gäste kamen zur Caritas-Feier in Dormagen.
Zahlreiche Gäste kamen zur Caritas-Feier in Dormagen.
Unter dem Leitwort „Lichtblicke ins Leben“ feierte die Caritas im Rhein-Kreis Neuss mit zahlreichen Gästen das 30-jährige Bestehen ihrer Schwangerschaftsberatung in Dormagen und Grevenbroich.
 
Mit einer Eucharistiefeier in der Dormagener Kirche St. Michael und einem Empfang im benachbarten Pfarrzentrum „Römerhaus“ wurde die Arbeit der Beratungsstelle gewürdigt. Damit ein guter Start ins Leben mit Kind gelingen kann, rief Caritas-Direktor Norbert Kallen zu Solidarität und Unterstützung für Familien in der Gründungsphase auf. „Die katholische Kirche hatte und hat sich immer auf die Seite des ungeborenen Lebens gestellt. So war die Schwangerschaftsberatung von Anfang an dem Schutz des Lebens verpflichtet“, betonte er.
 
Bei seinen Ausführungen über den Ausstieg der katholischen Kirche aus der gesetzlichen Pflichtberatung im Jahr 2000 unterstrich Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Johannes Hensel das ernsthafte Ringen um den Verbleib im staatlichen System. Dass in Krisen auch Chancen steckten, habe sich nach dem Zusammenschluss der katholischen Beratungsstellen im Erzbistum Köln unter dem neuen Namen „esperanza“ wie Hoffnung gezeigt. „Mit dieser Hoffnung und unterschiedlichen örtlichen Profilen hat sich die Schwangerschaftsberatung im Lauf der Zeit zu einem umfangreichen Beratungs- und Hilfenetz vor, während und nach einer Schwangerschaft entwickelt“, so Hensel.
 
Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Dormagens Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann und Jobcenter-Geschäftsführerin Wendeline Gilles bekräftigten schließlich übereinstimmend die Notwendigkeit der Schwangerschaftsberatung und stellten fest, dass „esperanza“ ein wesentlicher Baustein in der Beratungslandschaft des Rhein-Kreises Neuss ist.