Caritas: Kinder führten Clownsrevue im Neusser Jugendhaus auf

23.08.2022

Der Applaus des Publikums war den Kindern nach Aufführung ihrer Clownsrevue sicher.

„Auf die Bühne, fertig, los“ hieß es beim Theater-Spaß der katholischen Caritas-Erziehungs- und Familienberatungsstelle balance in Neuss. Sieben Mädchen im Alter zwischen sieben und zehn Jahren haben eine Woche lang in die Welt des Theaters hineingeschnuppert, Texte geübt, gesungen und den Weg in ihre Rollen gefunden. Am Ende der Woche standen die Vorführung einer Clownsrevue vor Publikum in der Einrichtung "Das Haus" der Katholischen Jugendagentur – und sprachlose Eltern.

Wie nutze ich meine Stimme? Wie wirkt meine Gangart auf der Bühne und was heißt es überhaupt, in eine andere Rolle zu schlüpfen? „Wir haben gemeinsam viele spielerische Übungen gemacht“, sagt Theaterregisseurin, Autorin und Sozialarbeiterin Barbara Reimer. Dabei sei es auch darum gegangen, sich einfach einmal zu trauen, witzig zu sein. „Zu Anfang gab es da Fragen wie: Passt die übergroße Schleife farblich zu meiner Haarfarbe?“, schmunzelt Reimer.

Doch diese Bedenken wurden schnell abgelegt. In den fünf Tagen lernten die jungen Mädchen anhand vieler Kooperationsspiele, über sich selbst zu lachen, als Ensemble zusammenzuwachsen, und wie sie nachhaltige Wasserbomben aus Schwämmen bauen können. Auch der Spaß am Verkleiden wurde geweckt, denn die jungen Darstellerinnen konnten sich aus dem reichen Fundus der Regisseurin bedienen.

Bei den eingeübten Szenen, Sketchen und einem Lied ging es um Gefühle wie Freude, Trauer, Wut und Streit und wie man damit umgehen kann. Dabei haben die Kinder viel gelernt. „Es ging auch um Grenzen: Wo fängt Streit an und wo ist die Grenze zu Gewalt?“, erläutert Reimer.

Bei der rund halbstündigen Aufführung am Freitag mit Musik, Bühnenbild und Improvisation präsentierte das Ensemble die Themen beschwingt verpackt. Auch die Erwachsenen wurden dabei auf die Schippe genommen. So ging es in einem Sketch darum, dass Autofahrer an der Ampel gerne in der Nase bohren.

„Die Eltern hatten mit so einem Auftritt nicht gerechnet, die waren sprachlos. Die Mädels haben das richtig toll gemacht“, berichtet Reimer – und auch ihre Darstellerinnen waren begeistert. „Manche haben mir gesagt, das Theaterprojekt war besser als der Urlaub auf dem Ponyhof.“