Delhovener Kirchenschatz wurde restauriert

Heidi Schenkel, Pfarrer Koltermann und Horst-Peter Schenkel freuen sich über eine restaurierte Kasel. Foto: TZ
Heidi Schenkel, Pfarrer Koltermann und Horst-Peter Schenkel freuen sich über eine restaurierte Kasel. Foto: TZ
Der Kirchenschatz der Gemeinde St. Josef erstrahlt in neuem Glanz. Das wurde jetzt bei einer Ausstellung im Delhovener Gotteshaus deutlich. Restaurierte Kreuzwegstationen, Messgewänder und liturgische Geräte stießen auf großes Interesse bei den Besuchern.

Das Erzbistum Köln förderte die Arbeiten mit 70 Prozent der Kosten von insgesamt rund 27.000 Euro. „Das war ein Lichtblick. Und dann wurde die Idee geboren, die Gemeindemitglieder ganz konkret mit einzubeziehen“, so Heidi Schenkel vom Kirchenvorstand. Pro Kreuzwegstation waren 200 Euro nötig. „Nachdem eine restaurierte Station in der Kirche den unbearbeiteten Stationen gegenübergestellt wurde, waren alle überzeugt: Diese Behandlung lohnt sich“, berichtet Schenkel. Innerhalb kürzester Zeit melden sich Privatpersonen, Gruppen und Vereine, um das Sponsoring für jeweils eine Station zu übernehmen.

Außerdem wurde fleißig bei monatlichen Kollekten für die Restaurierung der sakralen Kunstgegenstände gespendet. Wertvolle Paramente, die um das Jahr 1900 angefertigt worden sind, konnten genauso in einer Fachwerkstatt bearbeitet werden wie die liturgischen Geräte. Der Delhovener Kirchenvorstand hatte bereits im Jahr 2008 die ersten Briefe geschrieben, um das Projekt auf die Beine zu stellen. Dr. Martin Seidler, Kunsthistoriker beim Erzbistum Köln, war ebenso eingeschaltet worden wie Dr. Ivo Rauch, Sachverständiger für Kunst und Denkmalpflege. Jetzt ist das Werk vollbracht, und nicht nur Klaus Koltermann, der leitende Pfarrer des Seelsorgebereichs „Dormagen-Nord“, ist voll des Lobes darüber.