Der Gohrer Kirchenschatz ist restauriert worden

Manfred Stefer freut sich über die restaurierten Gegenstände. Foto: TZ
Manfred Stefer freut sich über die restaurierten Gegenstände. Foto: TZ
Die Gemeinde St. Odilia kann stolz Bilanz ziehen: Der Kirchenschatz von Gohr ist inzwischen vollständig restauriert worden. 16 Jahre hat das Projekt gedauert.
 
Genau 21 Jahre und bis zum November vergangenen Jahres war Manfred Stefer im Kirchenvorstand von St. Odilia tätig und unter anderem für die Restaurierungsmaßnahmen der kirchlichen Gegenstände verantwortlich. Jetzt freut er sich übers gelungene Werk: Drei Grabsteine wurden in der Steinmetz-Werkstatt des Landschaftsverbands Rheinland in Brauweiler in Schuss gebracht, 37 Kirchenbänke und mehrere Konsolen in der Schreinerei Wirtz in Bedburg sowie Paramente in der Benediktinerinnen-Abtei Mariendonk. Monstranzen, Kelche, Kreuze, Brudermeisterstäbe, Votivgaben und andere Gold- und Silberwaren hat die Gold- und Silberschmiede-Werkstatt der Schönstädter Marienbrüder in Vallendar erfolgreich bearbeitet. Zwei Skulpturen und ein Tafelbild haben im Atelier der Restauratorin Marina Emons in Bonn neues Leben eingehaucht bekommen.
 
Vor allem ein Graduale (Messgesangbuch) von 1507, ein von Bronzelack befreites Altarkreuz aus der Zeit um 1900 und ein Brudermeisterstab der ehemaligen Odilien-Bruderschaft von 1763 haben es Manfred Stefer angetan. Aber auch das letzte restaurierte Werk – das Tafelbild „Kreuzigung Christi“ aus der 1787 entweihten und verkauften Jesuitenkirche in Neuss – erfreut den Fachmann und die Kirchgänger in Gohr. Die Maßnahmen erfolgten in Abstimmung mit Dr. Martin Seidler, dem Kunstsachverständigen des Erzbistums Köln, und Restaurator Marc Peez vom Rheinischen Amt für Denkmalpflege.