Dormagen: Neue psychiatrische Ambulanz im Jugendhilfezentrum Raphaelshaus

Im Raphaelshaus in Dormagen wird eine Ambulanz für Kinder- und Jugendpsychiatrie eingerichtet. Foto: TZ
Im Raphaelshaus in Dormagen wird eine Ambulanz für Kinder- und Jugendpsychiatrie eingerichtet. Foto: TZ

Die Corona-Krise hat auch die Kinder und Jugendlichen voll erwischt: Erst Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen, jetzt Masken tragen, Lerninhalte aufholen und Ungewissheiten bewältigen. Da kommt ein in der Region bisher einzigartiges Projekt gerade recht: Im Jugendhilfezentrum Raphaelshaus, dass der Katholische Erziehungsverein für die Rheinprovinz in Dormagen betreibt, öffnet Anfang Oktober eine Ambulanz für Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Die Dependance der gleichnamigen Einrichtung im Neusser St.-Alexius-/St.-Josef-Krankenhaus hat aber nichts mit Corona zu tun, denn sie ist schon seit Jahren geplant und soll allen Teens und Twens in Dormagen und Umgebung offenstehen, nicht nur den Bewohnern des Raphaelshauses. 

Ihre Probleme können vielfältig sein und reichen von Essstörung, Angst, Depression und Schulstress bis hin Psychosen, autistischen Syndromen und selbstverletzenden Verhaltensweisen. Das Team, das die Heranwachsenden künftig unterstützt, ist multiprofessionell. Ärzte, Psychologen, Psychotherapeuten, Heilpädagoginnen und andere medizinische Fachangestellte gehören dazu.

Mit der Einrichtung der Ambulanz im Jugendhilfezentrum soll ein niederschwelliges Angebot entstehen, das Einzel-, Gruppen- und Familientherapien ebenso umfasst wie eine Elternberatung.