Dormagen-Nord: Pfarrgemeinderatsvorsitzender Reiner Kissels verstorben

"Zeit seines Lebens ein Gottsucher": Pfarrgemeinderatsvorsitzender Reiner Kissels ist gestorben. Archivfoto: TZ

Der Seelsorgebereich Dormagen-Nord trauert um Reiner Kissels. Der langjährige Vorsitzende des Pfarrgemeinderats (PGR) verstarb jetzt nach langer Krankheit. "Es war ihm ein Herzensanliegen, dass die Menschen der sechs Gemeinden zu einem Miteinander kommen, dass der Seelsorgebereich zu einer Einheit wird", so Birgit Linz-Radermacher, die stellvertretende PGR-Vorsitzende.

Kissels war 1990 mit seiner Familie nach Nievenheim gezogen, begann mit seinem Engagement im Elternbeirat des Kindergartens, in den seine Töchter gingen, und weitete seinen Einsatz schon bald auf den PGR aus, wo er Initiativen von Pfarrkonvent bis Pastoralkonzept entscheidend mitprägte. Vor seiner Pensionierung wirkte Kissels als Lehrer für Biologie und Pädagogik am Erzbischöflichen Ursulinengymnasium in Köln.

"Herr Kissels war Zeit seines Lebens ein Gottsucher. Er hat sich mit dem Glauben auseinandergesetzt, hat immer wieder versucht, die Glaubensinhalte in seinem Leben in richtiger Weise umzusetzen. Die Bibel diente ihm dazu als Richtschnur. Er hat sie studiert, hat aus ihr gelernt und die Worte so verinnerlicht, dass er nicht nur wusste, was in der Bibel steht, sondern auch, wo was geschrieben steht", berichtet Linz­-Radermacher.

Kissels wollte im Pfarrgemeinderat aber nicht einfach nur die Arbeit verwalten, er wollte weiterdenken, weiterentwickeln. So hat er viele Projekte angestoßen und mit entwickelt. Eine Idee war, dass Menschen aus allen Gemeinden zusammen die Osterkerzen für die Kirchen gestalten. Als Kommunion- und Firmkatechet hat sich Kissels für die Weitergabe des Glaubens an die Kinder und Jugendlichen engagiert. Vielen werden die Krippenfahrten der Kommunionkinder in guter Erinnerung bleiben.

"Wir werden Herrn Kissels als einen Menschen mit großem Humor und geprägt von einem tiefen Glaubensverständnis in Erinnerung behalten. Er hatte ein ruhiges, ausgleichendes Wesen, war den Menschen zugewandt, hat ihnen zugehört und war immer bemüht, Gespräche zu einem positiven Abschluss zu bringen. Seine Lebensfreude, vor allem aber seine Freude am Glauben bleibt sein Vermächtnis", heißt es im Pfarrgemeinderat.