E-Mail-Seelsorge im Rhein-Kreis Neuss ist stark gefragt

07.02.2022

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Aus: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln

Seelsorge am Tablet-Computer: Barbara Keßler. Foto: TZ

Die Telefonseelsorge stößt mit ihrer E-Mail-Seelsorge auf große Resonanz und erreicht damit auch ein breiteres Publikum. Zu diesem Schluss kommt Barbara Keßler, die das Team der ökumenischen Einrichtung im Rhein-Kreis Neuss leitet. Zehn Mail-Seelsorger stehen den Ratsuchenden zur Verfügung. Im jüngsten Bilanzjahr haben bei der Telefonseelsorge 1294 Mail-Kontakte stattgefunden.

„Mit dem Angebot werden deutlich jüngere Menschen erreicht. Ein Sechstel der Schreiberinnen und Schreiber ist im Alter von 15 bis 19 Jahren, der Anteil der 20- bis 29- Jährigen beträgt ein knappes Drittel. Das sind zwei Altersgruppen, die am Telefon deutlich weniger vertreten sind“, so Keßler. Depressive Verstimmungen sind mit über 45 Prozent das Hauptthema, es folgen Ängste und familiäre Probleme mit rund 16 Prozent.

Zur E-Mail-Seelsorge geht man auf die Internet-Seite der Telefonseelsorge und klickt dort auf den Link „Zur Mail- und Chatberatung“ in Gelb. Dort muss man sich registrieren, damit man in einem datengeschützten Bereich vertrauliche Mails schreiben kann. „Das ist vielleicht nicht so ideal niederschwellig wie die Beratung sein soll, aber die Anonymität ist für die Telefonseelsorge ein sehr hohes Gut. Und das ist bei Mails über unsere üblichen Anbieter nicht sichergestellt“, heißt es.

www.telefonseelsorge-neuss.de