Gesellschaft gedenkt Josef Kardinal Frings

Anlässlich des 32. Todestages des ehemaligen Kölner Erzbischofs und Neusser Ehrenbürgers Josef Kardinal Frings feierte die seinen Namen tragende Josef Kardinal Frings-Gesellschaft zu Neuss am Rhein vor Weih-nachten eine Heilige Messe in der Klosterkirche Immaculata der Neusser Augustinerinnen. Hauptzelebrant war der Beauftragte für Selig- und Heiligsprechungsverfahren, Prälat Professor Dr. Helmut Moll aus Köln, Konzelebranten Dechant Wilfried Korfmacher sowie die Pfarrer Jochen König und Hans Günter Korr.

Josef Frings, der am 6. Februar 1887 in Neuss geboren wurde, war von 1942 bis 1969 Erzbischof von Köln. Nach Kriegsende setzte er sich nachdrücklich für die notleidende Bevölkerung ein. In den 60-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gehörte er beim Zweiten Vatikanischen Konzil zu den führenden Gestalten. In seine Amtszeit fallen die von ihm initiierten Gründungen der Hilfswerke Misereor und Adveniat. Frings starb am 17. Dezember 1978.

Mit Kardinal Frings und Neuss verbundenen Blutzeugen aus der NS-Zeit.

Der 32. Todestag des in Deutschland und in der Weltkirche populären und unvergessenen Kardinals war für die Frings-Gesellschaft dann auch Anlass, im Anschluss an den Gedenkgottesdienst zu einer Vortragsveranstaltung mit dem Theologen und Historiker Prälat Professor Dr. Helmut Moll ins Novotel einzuladen. Helmut Moll, der nach seinem Abitur am Quirinus-Gymnasium in Neuss katholische Theologie und Geschichte studierte, promovierte 1973 bei Professor Joseph Ratzinger, dem Peritus (Konzilsberater) des Kölner Erzbischofs Kardinal Josef Frings beim zweiten vatikanischen Konzil und heutigen Papst Benedikt XVI. Von 1984 bis 1995 war Professor Moll in der Römischen Kurie tätig. Seit 1993 ist er Konsultor der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse und seit 1998 bei der Erzdiözese Köln für die Selig- und Heiligsprechungsverfahren zuständig. Professor Moll wurde von der Deutschen Bischofskonferenz mit dem Martyrologium des 20. Jahrhunderts beauftragt. Dieses Werk erhielt am 22. November 2008 den Stephanus-Preis der Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen. So war denn auch das Thema des Abends die mit Josef Kardinal Frings und Neuss verbundenen Blutzeugen aus der NS-Zeit. Professor Moll stellte in seinem eindrucksvollen Vortrag die Lebensbilder dieser Märtyrer, mit der Zeitgeschichte und dem Widerstand vor. Präsident Bernd Ramakers: „Professor Moll hat uns aufschauen lassen zu Menschen, die wir als Zeugen vorbildhaften Christseins in ihrer Zeit nicht vergessen dürfen".

Dr. Heinz Günther Hüsch Ehrenmitglied der Josef Kardinal Frings-Gesellschaft


Im Beisein zahlreicher Mitglieder und Gäste, darunter die Generaloberin der Neusser Augustinerinnen, Schwester Praxedis, die Neusser Schützenmajestät Werner IV. Kuhnert, der stellv. Bürgermeister und Schützenpräsident Thomas Nickel, den ständigen Vertreter des Landrates, Jürgen Steinmetz und dem Neusser Landtagsabgeordneten Dr. Jörg Geerlings erhielt Dr. Heinz Günther Hüsch die Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft der Josef Kardinal Frings Gesellschaft zu Neuss am Rhein überreicht. Präsident Bernd Ramakers: „Es ist die erste Auszeichnung, die unsere Gesellschaft seit ihrem 15-jährigen Bestehen verleiht, und wir alle wissen, wie sehr Dr. Heinz Günther Hüsch diese Auszeichnung verdient hat". Hüsch hatte sich für die Gesellschaft von der ersten Sekunde an in ganz besonderem Maße engagiert und dem Vorstand mit seinem Fachwissen und mit seiner Kompetenz in vielen Fragen zur Seite gestanden. Bernd Ramakers „Wir alle schätzen seine Gabe und seinen Sachverstand, und wir sind sehr froh, Dr. Hüsch als Ratgeber an unserer Seite zu wissen".

Heinz Günther Hüsch war in den vielen Jahren seines öffentlichen Wirkens nicht nur politisch im Landtag, im Bundestag und im Stadtrat, sondern auch in kirchlichen Gremien, bei den Heimatfreunden und in vielen Vereinigungen und Verbänden ehrenamtlich tätig. Ramakers: „ Dr. Hüsch hat sein Leben in großem Maße in den Dienst der Allgemeinheit gestellt, indem er sein berufliches Wirken mit vielfältigen nebenberuflichen und ehrenamtlichen Tätigkeiten verbunden und das „Feuer" an viele weitergegeben hat. Der Wappenspruch von Josef Kardinal Frings „Pro hominibus constitutus - Für die Menschen bestellt" trifft heute sinngemäß auch auf Dr. Heinz Günther Hüsch zu".

CDU-Generalsekretär und Bundestagsabgeordneter Hermann Gröhe konnte die vorgesehene Laudatio nicht halten. Gemeinsam mit seinem Bundestagskollegen Ansgar Heveling saß er am Berliner Airport fest. Starkes Schneetreiben verursachte Änderungen im Flugplan bzw. zeitweise Sperrungen der Flughäfen. So sprang der Geehrte selbst in die Bresche und erzählte den Teilnehmern von seinen Erinnerungen an Josef Kardinal Frings. Diese sind auf der Homepage der Gesellschaft nachzulesen.