Gindorfer Bruderschaft bewirtete Trier-Pilger auf dem Weg zum Apostelgrab

Zu Fuß zum Apostelgrab nach Trier. Mit einem musikalischen Gruß dankte die Pilgergruppe der St.-Matthias-Bruderschaften aus Holzbüttgen und Vorst der Gindorfer Schützenbruderschaft für deren Gastfreundschaft. Foto: R. Hoppe

Der Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt bot sich jetzt wieder ein ungewohntes Bild: Eine Pilgerbruderschaft zog von Laach kommend durch den Ort auf ihrem Weg zum Apostelgrab nach Trier. Seit vielen Jahrzehnten sind dies Mitglieder der St.-Matthias-Bruderschaften aus Holzbüttgen und Vorst.

Durch diverse Trainingseinheiten und kleinere Wallfahrten (unter anderem nach Klein-Jerusalem) physisch und mental auf die Strapazen dieser Fußwallfahrt mit einem durchschnittlichen Marschpensum von rund 50 Kilometer eingestellt, machen die Pilger normalerweise immer am Samstag vor Christi Himmelfahrt eine Rast im Gustorfer Pfarrheim. In diesem Jahr haben die Organisatoren die Reise coronabedingt in den Herbst verlegt.

Und auch in diesem Jahr, trotz des geänderten Termins, lag die Organisation der ersten Rast am ersten Pilgertag für die Gruppe aus Holzbüttgen und Vorst wieder in den Händen der Gindorfer St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft. Beileibe keine hochrangigen Repräsentationsverpflichtung, ist dies ein Termin, zu denen die Vorstandsmitglieder und deren Frauen ihre Freizeit in den Dienst am Nächsten stellen.

Gindorfs Brudermeister Robert Hoppe hierzu: „Wer einmal die Gemeinschaft dieser Pilgergruppen erlebt hat, bereut es nicht, seine Freizeit auch in diesen Fällen für die aktive Mitarbeit in der Bruderschaft geopfert zu haben. Auch dann nicht, wenn es für den einen oder anderen im Einzelfall sicher nicht immer einfach ist, sich gerade an diesen Vormittagen die Zeit zu nehmen, wo andere das eigene Familienleben leben oder gemeinsam feiern.“

In diesem Jahr war die Wiedersehensfreude auf beiden Seiten nach mehr anderthalb Jahren groß und die Hoffnung im kommenden Jahr wieder zum normalen Pilgertermin und in gewohnter Pilgerstärke bei den Gindorfer Sebastianer im Pfarrheim einzukehren ungebrochen.

Hoppe beschreibt die große Dankbarkeit für eine Tasse Kaffee, ein belegtes Brot oder ein Glas Wasser, die einem von älteren und zunehmend auch jungen Teilnehmern der Pilgergruppen entgegengebracht wird, als beeindruckend. 

„Wer dieses Gemeinschaftsgefühl, dieses freundschaftliche und vertrauensvolle Miteinander einmal erlebt hat, das regelmäßig mit einem musikalischen Dank an die Helfer, einem Choral oder einem Gebet der Pilgergruppen vor der Fortsetzung des Pilgerwegs endet, der nimmt ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit mit nach Hause“, beschreibt der Brudermeister die Eindrücke, die die Männer und Frauen der Gindorfer Bruderschaft jedes Jahr aufs neue erleben.