Gohr: Die Gemeinde St. Odilia bekommt ein neues Pfarrheim

Mit Corona-Abstand: Hermann-Josef Glasmacher (links) und Gerd Thiebach vom Kirchenvorstand im Rohbau neben der romanischen Pfarrkirche St. Odilia. Foto: TZ

Es dürfte derzeit nur wenige Orte geben, in denen die Kirche ein neues Pfarrheim baut. Die Gemeinde St. Odilia ist solch ein Ort, und das hat viele gute Gründe. „Das Projekt hat einen Werdegang von über 20 Jahren, und der lange Atem der Gohrer hat sich ausgezahlt“, berichten Hermann-Josef Glasmacher und Gerd Thiebach vom Kirchenvorstand - „voller Dankbarkeit“, wie sie sagen.

Die Gemeinde hat 2012 ihr geräumiges Jugendheim verkauft und 2020 den aus den 1960er Jahren stammenden Anbau am denkmalgeschützten und teilweise vermieteten Pfarrhaus abgerissen. Eine bemerkenswerte Solidaritätsaktion im Seelsorgebereich Dormagen-Nord gab schließlich den Ausschlag für die sogenannte Vollplanungsgenehmigung aus dem Generalvikariat: Alle Pfarreien rundherum verzichteten jeweils auf etliche Quadratmeter Versammlungsfläche, damit die geografisch etwas abgelegenen Gohrer ihre eigene Begegnungsstätte errichten konnten.

Das Neusser Architekturbüro Richard Wichmann erstellte die Pläne, und jetzt steht der Rohbau, auch wenn wegen Corona auf ein Richtfest verzichtet werden musste. Es entstehen gerade ein 85 Quadratmeter großer Saal plus Terrasse, Foyer, Kontaktbüro, Küche und Sanitäranlagen. Auf dem Dach wird eine von Greenpeace bezuschusste Photovoltaik-Anlage installiert. Die Fertigstellung ist im Sommer geplant.