Kaarst/Büttgen: Pfarrer Seul verzichtet auf Pfarrstelle

Kaarst/Büttgen: Pfarrer Seul verzichtet auf Pfarrstelle
Pfarrer Dr. Peter Seul verlässt die Pfarreiengemeinschaft Kaarst/Büttgen. Nach nur sechs Jahren im Amt sieht der Geistliche sich aus gesundheitlichen Gründen gezwungen, auf seine Pfarrstelle zu verzichten. Voraussichtlich im Sommer wird er die Gemeinden verlassen.
 
„Wie Sie wissen, habe ich mich im April 2017 wegen eines Aorten-Aneurysmas einer Operation in der Kölner Universitätsklinik unterziehen müssen. Dabei wurde nicht nur der verschlissene Gefäßteil der Hauptschlagader, sondern auch eine defekte Herzklappe durch eine Prothese ersetzt. Zurzeit bin ich noch in der Phase der Wiedereingliederung in das Berufsleben.
Diese Operation bedeutet für mich persönlich einen tiefen Einschnitt. Die Verantwortlichen in der Personalabteilung des Generalvikariates haben mir eine Beratung ermöglicht, um die Auswirkungen dieses Eingriffs zu überdenken. Ich spüre zwar zunehmend eine gesundheitliche Besserung, bin aber auch zu der Erkenntnis gelangt, dass meine physischen Kräfte nicht ausreichen werden, um einen solch großen Seelsorgebereich wie Kaarst angemessen zu leiten“, schrieb Seul den Gemeinden.
 
Deshalb hat er den Erzbischof gebeten, ihn vom Dienst als Pfarrer zu entbinden. Kardinal Woelki  hat dieser bereits Bitte entsprochen und „ist Pfarrer Seul für seinen Einsatz als Pfarrer und Seelsorger in Ihren Gemeinden sehr dankbar und hat Verständnis dafür, dass er nach seiner Erkrankung die Leitungsverantwortung abgeben möchte“, so Ursula Möller von der Hauptabteilung Seelsorge-Personal des Erzbischöflichen Generalvikariates gegenüber den Kaarster Gemeinden. „Herr Pfarrer Seul wird eine neue Stelle im Erzbistum Köln antreten und Sie sobald es möglich ist, darüber informieren.“
 
Die Kaarster Pfarrerstelle wird in diesem Monat im Amtsblatt des Erzbistums ausgeschrieben, damit sich interessierte Priester bewerben können. “Obwohl wir der Besetzung der Pfarrerstelle in Ihrem Seelsorgebereich eine hohe Priorität einräumen, ist es auch denkbar, dass eine direkte Nachbesetzung der Stelle nicht möglich sein wird. Welche Möglichkeit wir dann zur Verfügung haben, werden wir Ihnen bis zum Sommer 2018 mitteilen“, so Zöller. In der jüngeren Vergangenheit haben Stellenbesetzungen mitunter mehrere Jahre gedauert, so etwa in Grevenbroich. Denkbar ist auch, dass ein neuer Pfarrer zwei oder mehr Seelsorgebereiche zugleich leiten muss; so ist es bereits im Neusser Süden und in Grevenbroich/Rommerskirchen der Fall.