Klosterkirche St. Sebastian wird renoviert

Klosterkirche St. Sebastian wird renoviert
Statt gläubiger Christen werden bald Gerüste die Klosterkirche St. Sebastian in der Neusser Innenstadt füllen. Die bei den Gläubigen beliebte Kirche wird für rund zwei Monaten geschlossen werden.

Nach längerem Ringen um die Finanzierung kann nun endlich die Innensanierung der Klosterkirche beginnen. Ab der dritten Augustwoche rücken die Handwerker an. Nach dem Aufbau der Gerüste im gesamten Innenraum werden zunächst Elektroleitungen für Beleuchtung und für die Beschallungsanlage unter Putz gelegt. Lose Putzstellen und Schäden durch Regenleitungrohre werden saniert. Danach werden die gesamten Wandflächen und die kassettierte Holzdecke farblich neu gefasst. Hierzu haben Restauratoren bereits im Vorfeld Untersuchungen auf ursprüngliche Farbfassungen durchgeführt. Damit der Innenraum im neuen Glanz erstrahlen kann werden zum Abschluss auch der barocke Hochaltar sowie
die vielen Holzfiguren restauriert. Kleinere Aussenarbeiten wie die Erneuerung der Giebelabdeckungen sowie die Reparatur der Regenrohre und des Holzwerkes des Glockenturmes werden zeitgleich durchgeführt. Die Fertigstellung ist für Anfang November vorgesehen.

Die Kirche St. Sebastian wurde im 15. Jahrhundert erbaut und in den jahrhunderten fünf mal um- oder neu gebaut. Im 2. Weltkrieg wurde sie so zerstört, dass man an einen Abriss der Reste dachte. Einigen wenigen Neusser Bürgern ist es zu verdanken, dass die Kirche doch wieder aufgebaut wurde. Ergänzt wurde sie durch einen Neubau des Klosters aus damals modernem Baustoff Beton.

Die Kirche St. Sebastian gehört, wie das Kloster der Kirchengemeinde St. Quririnus und gilt als Filialkirche des Münsters. Seit einigen Jahren bewohnt die geistliche Gemeinschaft „Familie Mariens“ das Kloster. Tägliche Gebetszeiten, Gottesdienste und Beichtgelegenheiten sind bei den Gläubigen sehr geschätzt. Für die Zeit der Renovierung müssen die Gläubigen darauf aber nicht verzichten. Von montags bis freitags finden die Gottesdienste alle im Quirinusmünster statt, samstags in der Kapelle Marienberg.

Oberpfarrer Msgr. Guido Assmann als zuständiger Pfarrer und Pater Gregory White, der Rektor der Klosterkirche sind froh, dass die Renovierung nun durchgeführt werden kann. „Kirche vermittelt ein Stück Himmel auf Erden. Für die Verehrung Gottes sollten wir daher würdige Räume schaffen, in denen die Gläubigen gerne beten!“ sind sich die beiden Geistlichen einig,
Hoffen wir, dass die Handwerker ihren Zeitplan einhalten, wenn sie am 20.8.2009 anrücken, damit die Gläubigen ab November in einer schönen Kapelle wieder beten können.