Knechtsteden: Turmkammern der Basilika dienen wieder als Ausstellungsräume

In den Turmkammern der romanischen Basilika in Knechtsteden sind jetzt wieder Kunstwerke zu sehen. Foto: TZ

Jahrelang dienten sie Kunst-Pater Heinz Sand als Ausstellungsräume, dann standen sie leer, und nun werden sie wieder als Galerie genutzt: die Turmkammern der romanischen Klosterbasilika in Knechtsteden. „Das ist eine Bereicherung des Kirchenraums“, so Pater Emeka Nzeadibe, der Superior der Spiritaner. Nun sei ein Gotteshaus nicht in erster Linie zur Präsentation von Bildern gedacht, doch die Turmkammern eigneten sich vorzüglich dazu.

Ein großformatiges Ölgemälde von Anne Becker-Küpper und Roswitha Neumann thematisiert den Übergang unter dem Leitwort „Vom Dunkel zum Licht, zu Hoffnung und Zuversicht“. Ein anderes, von Neumann allein geschaffenes Kunstwerk heißt „Aus der Dunkelheit zum Licht“ nach dem Lukas-Evangelium und ist mit Ölfarben auf Leinwand in expressiver Malweise entstanden.

Es hing bereits im Düsseldorfer Landtag und im Kulturhaus der Stadt Dormagen und hat nun wieder einen würdigen Platz gefunden. Den religiösen Hintergrund bildet der Bibeltext, in dem ein Engel des Herrn dem alten Priester Zacharias verkündet, dass seine Frau Elisabeth einen Sohn gebären wird – Johannes, den Täufer.

Die Bilder laden zur Meditation ein, bleiben aber nicht allein. Eine Skulptur von Rosemarie Bruchhausen aus Tuffstein, Basaltlava und Eisen schließt den Kreis der nun wieder genutzten Ausstellungsräume. Die Basilika ist täglich geöffnet.