Knechtstedener Spiritaner sammeln Spenden für Kenia

Die von Spiritanern gebauten Wassertanks sind leer.
Die von Spiritanern gebauten Wassertanks sind leer.
Die Spiritaner im Kloster Knechtsteden rufen zu Spenden für die von der Dürrekatastrophe in Ostafrika betroffene Gemeinde Barpello im Nordosten Kenias auf. Das dort vom Orden geleitete "East Pokot Medical Project" ist nicht mehr in der Lage, Lebensmittel an die hungernde Bevölkerung auszugeben. 

Seit Wochen schon zeigen es täglich die Bilder im Fernsehen: verdorrte Felder, verendete Tierkadaver, hungernde Kinder, Frauen und Männer. Sie alle sind betroffen von einer der schlimmsten Dürrekatastrophen Ostafrikas. Gregory Mwaniki, 68 Jahre alt, kann sich an eine ähnliche Katastrophe, wie die nun schon zwei Jahre anhaltende Dürre, nicht zurückerinnern: „Zweimal in Folge ist die Regenzeit in unserer Region Barpello nun ausgeblieben, und zweimal konnten wir daher nicht ernten.“
 
Pater David Conway, irischer Spiritaner, arbeitet seit Jahren in Barpello, das in der Region East Pokot im Osten Kenias liegt. Von seinem Besuch in einem Dorf der Region schreibt er: „Die Menschen hier sprechen uns an und sagen, dass sie hinter dem Rücken Gottes leben. Sie meinen damit, das sie ein vergessenes Volk sind. Und was ich bei meinen Gang durch das Dorf immer wieder sehen muss, erschreckt mich wirklich. Ich besuche die Ältesten des Dorfes Patrick Charem und Joshua Yatta. Vor ihren Häusern sitzen acht Frauen auf der Erde unter einem Baum, der nur noch wenig Schatten wirft, denn die Bäume tragen kaum noch Blätter. Sie waschen und kochen wilde Früchte, denn etwas anderes gibt es nicht mehr. Oft sind die Früchte giftig und müssen über Stunden gekocht werden, damit sie überhaupt genießbar sind. Darüber hinaus setzt nach dem Verzehr nach spätestens drei Tagen Durchfall ein und der Körper beginnt auszutrocknen. Wir können hier eigentlich keinen Tag mehr warten! Wir müssen diesen Menschen sofort helfen, hier in Barpello aber auch darüber hinaus!“ 

Bei seinem Weg durch das Dorf begegnete Pater Conway vier Männern, die gerade die Leiche eines alten Mannes aus seinem Haus tragen. Er ist verhungert. Und diese Bilder wiederholen sich. Unter den Toten sind vor allem Kinder. Unverändert liegen die Temperaturen bei 35 bis 40 Grad, und Regen bleibt weiter aus. Selbst wenn es heute noch regnen sollte, ist es für die meisten Menschen bereits zu spät. Sie sind schon jetzt zu schwach, um die Felder zu bestellen. 

Hier ist Hilfe wirklich dringend notwendig: Soforthilfe, damit die Menschen überleben und wieder zu Kräften kommen können, aber auch langfristige Hilfe, damit vor allem die Wasserversorgung verbessert wird. Dazu müsste nur ein Brunnen mit einer Tiefenbohrung gebohrt werden, der zukünftig auch in solchen extremen Dürrezeiten die Menschen noch mit Wasser versorgen kann. Der Bau eines solchen Brunnens ist allerdings aufwändig und daher sehr teuer, denn er kann nur durch eine Spezialfirma durchgeführt werden. Aus dem Erlös des Oktoberfestes am 1. und 2. Oktober soll der Bau eines solchen Brunnens ermöglicht werden  Spenden nimmt die Missionsprokur in Knechtsteden entgegen: Deutsche Bank 24 in Köln, BLZ 37070024, Konto 122 72 71, Stichwort "Barpello".