Konkrete Schritte zur Bewahrung der Schöpfung

26.03.2026

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PEK

Planvoll auf dem Weg hin zu einem schöpfungsfreundlichen und klimapositiven Erzbistum: Ab sofort definiert im Erzbistum Köln ein ausführlicher Nachhaltigkeitsplan Strategien und im ersten Jahr 23 Maßnahmen mit Blick auf das Thema Klimaschutz. Der Nachhaltigkeitsplan basiert auf den Lerneffekten des bestehenden großen Engagements von Haupt- und Ehrenamtlichen und trägt maßgeblich zur Erreichung des Ziels der Diözese, „generationengerecht zu handeln“ bei. Er wurde in den letzten Monaten gemeinsam mit beteiligten Akteuren im Erzbistum Köln diskutiert und ausgearbeitet.

Fünf Handlungsfelder

Die Aktivitäten zur Bewahrung der Schöpfung im Nachhaltigkeitsplan lassen sich insgesamt fünf Handlungsfeldern zuordnen: Mensch, Gebäude, Kirchenland, Mobilität und Beschaffung. Sie sind darauf ausgerichtet,

  • die Emissionen von Treibhausgasen schnellstmöglich zu beenden

  • den Verbrauch der materiellen und energetischen Ressourcen auf ein ökologisch verträgliches Maß zu reduzieren und eine Kreislaufwirtschaft zu stärken

  • die Biologische Vielfalt und die Systemfunktionen der Natur zu erhalten und

  • die Folgen des Klimawandels durch Anpassungsmaßnahmen abzuschwächen.

Kardinal Woelki: Eintreten für Schöpfung als Dienst am Menschen

„Zu unserer Verantwortung als Christen gehört das entschiedene Eintreten für die Schöpfung Gottes als wichtiger Dienst am Menschen. Wir haben die Verpflichtung, die Umwelt für kommende Generationen zu bewahren. Deshalb werden wir mit dem neuen Nachhaltigkeitsplan den Weg zu einem klimapositiven und generationengerechten Erzbistum Köln konsequent weitergehen“, betont Kardinal Rainer Maria Woelki, der den Klimaschutz als eine wichtige Priorität im Handeln des Erzbistums Köln definiert hat.

Plan stärkt nachhaltiges Handeln in Schulen

Ein Schwerpunkt des diesjährigen Nachhaltigkeitsplan ist nachhaltiges Handeln in Erzbischöflichen Schulen. So werden hier in etwa Nachhaltigkeitsstandards festgelegt, um Schöpfungsverantwortung fest im Bildungsalltag zu verankern. Von einem Netzwerk beauftragter Lehrkräfte werden diese kontinuierlich weiterentwickelt. Das Erzbischöfliche Generalvikariat macht sich auf den Weg, den Büroalltag ressourcenschonender zu gestalten. Ebenfalls wird die Nutzung von bio-regionalen Lebensmitteln in der hauseigenen Kantine weiter gesteigert.

Viele Meilensteine auf dem Weg zur Schöpfungsbewahrung bereits erreicht

Die Übernahme von Verantwortung für die Schöpfung ist im Erzbistum Köln kein neues Thema: Seit der Veröffentlichung der Vision Schöpfungsverantwortung im Jahr 2020 sind immer mehr Haupt- und Ehrenamtliche im Umwelt- und Klimaschutz aktiv; so wurden z.B. insgesamt bereits 78 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung über 1,5 MW auf Dächern kirchlicher Gebäude installiert, eine wegweisende Richtlinie zum nachhaltigen Bau und Betrieb von Gebäuden veröffentlicht und in 60 Kirchengemeinden umfangreiche Projekte zur Förderung von Biodiversität erfolgreich umgesetzt.
Der Nachhaltigkeitsplan basiert auf den Erfolgen und Lerneffekten dieses Handelns.

Einführung eines jährlichen Nachhaltigkeitsberichts

Eng verknüpft ist dieser strategische Nachhaltigkeitsplan mit dem Nachhaltigkeitsbericht, welcher im Erzbistum Köln ab dem kommenden Jahr als Teil des Lageberichts im Finanzbericht etabliert werden wird. Wie große Kapitalgesellschaften zeigt das Erzbistum Köln im Nachhaltigkeitsbericht transparent die eigenen Auswirkungen u.a. auf das Klima und die Umwelt auf. Diese datenbasierten Ergebnisse wiederum werden dabei helfen, den Nachhaltigkeitsplan unter Berücksichtigung der erreichten Fortschritte und der sich laufend ändernden Rahmenbedingungen jährlich zu aktualisieren.