Matthiaspilger aus Rommerskirchen zum 33. Mal zu Fuß nach Trier
28.11.2025
Es ist längst zu einer liebgewordenen Tradition geworden, dass sich alljährlich eine Pilgergruppe aus Rommerskirchen zu Fuß auf den Weg zum Grab des Apostels Matthias in Trier aufmacht. Nun ging es unter dem Losungswort „Pilger der Hoffnung – Tut was ich euch auftrage“ zum 33. Mal auf den Weg durch die Eifel.
Nach dem Aussendungsgottesdienst, zelebriert von Präses Monsignore Franz Josef Freericks, und einem Gedenken an die zwei Tage zuvor verstorbene Altpilgerin Angela Kreuels ging es zunächst mit den Angehörigen und vielen Rommerskirchenern zum Teebaum an der Giller Straße, wo den Pilgern der Reisesegen erteilt wurde und unter Leitung von Wallfahrtsbrudermeister Richard Sachse aufgebrochen werden konnte.
In sechs Tagen wurde der etwa 200 Kilometer lange Weg für alle Teilnehmer wieder zu einem großen Gemeinschaftserlebnis. Eine der Höhepunkte der Wallfahrtstage war der Besuch des ehemaligen Trapistinnenklosters Maria Frieden auf der Dahlemer Binz, wo die Pilger neben der Einnahme ihres Mittagessens im ehemaligen Refektorium der Schwestern die Heilige Messe in der Klosterkirche feierten, zu der Präses Freericks aus Bergheim-Paffendorf angereist war.
Die täglichen Wortgottesdienste und das von verschiedenen Pilgern vorbereitete Gebetsprogramm, bestehend aus Rosenkränzen, Impulsen und einer Meditation mit Bezug auf die Wallfahrtslosung, waren genauso bereichernd wie das abendliche Beisammensein in der Unterkünften in Merzenich, Olef, Steffeln, Kyllburg und der Abtei St. Matthias.
Für die Betreuung und Versorgung der Pilgergruppe unterwegs zeichnete bestens und mit viel Liebe ein neuformierter Tross verantwortlich. Gemeinsam mit den Fußpilgern aus Hürth-Wahnheide und Herzogenrath-Kohlscheid zogen die Rommerskirchener in die Matthiasbasilika ein, wo Benediktiner-Bruder Thomas Hochhausen den Erstpilgerinnen Birgit Alexi, Susanne Giesen, Maria Knipping, Elke Kremer, Martina Pötzsch, Lea-Marie Pütz und Gabi Schmitz die Matthias-Pilgermedaille überreichte und Jubilarin Sonja Rauhut für ihre zehnte Wallfahrt ehrte.
Nach Teilnahme an der Komplet der Mönche ließen die Besucher die Tage nochmals in froher und lustiger Runde lebendig werden. Nach der Feier des Pilgeramtes mit Abt Ignatius und einer Führung durch die Matthiasbasilika am nächsten Morgen wurde dann freudig die Heimfahrt in die heimatlichen Gefilde angetreten. Am 13. Dezember treffen sich die Pilger beim Adventskaffee zur traditionellen Wallfahrtsrückschau im Pfarrzentrum St. Peter in Rommerskirchen.