Neusser Innenstadtkirchen werden zur Baustelle

Neusser Innenstadtkirchen werden zur Baustelle

In den kommenden Monaten und Jahren stehen im Seelsorgebereich Neuss-Mitte umfangreiche Bauarbeiten an Kirchen und Pfarrzentren an.

An der Basilika St. Quirin muss die Sakristei saniert werden. Das Kellergeschoss soll dabei trockengelegt, Beleuchtung, Belüftung und Sanitäranlagen erneuert, ein zweiter Fluchtweg angelegt und eine energetische Sanierung vorgenommen werden. Auch im Umfeld der Kirche wird gebaut, und zwar im Jugendheim am Kardinal-Frings-Haus. Besonders schwierig sind die Arbeiten im Umfeld des Münsters, weil im Boden Mauern des früheren Stifts, Grabfelder und römische Hinterlassenschaften verborgen sind.

Vor besondere Herausforderungen ist auch die Gemeinde Hl. Dreikönige gestellt. Deren Kirche wird ab Ende April vollständig saniert und dazu einige Monate lang geschlossen. Zurzeit wird geprüft, wo in dieser Zeit im Dreikönigenviertel Gottesdienste gefeiert werden können.

Solche Probleme bleiben der Familie Mariens, die in der Kirche St. Sebastian beheimatet ist, wohl erspart. Zwar wird auch diese Kirche umfangreich saniert, allerdings nur im Außenbereich.

Fast so kalt wie im Außenbereich ist es zurzeit in der St. Pius-Kirche. Dort ist die Heizung für längere Zeit ausgefallen. Ob sie repariert werden kann oder erneuert werden muss, wird noch geprüft.

In der Marienkirche am Neusser Hauptbahnhof muss die Elektrik erneuert werden. Deutlich mehr Sorgen bereitet dem Kirchenvorstand das Pfarrheim an der Kapitelstraße: Das Marienhaus, das neben dem Gemeindezentrum auch eine Erzbischöfliche Schule beherbergt, muss für einen mittleren siebenstelligen Betrag saniert werden.

Früher oder später wird vermutlich auch die St. Barbara-Kirche zur Baustelle; die Gemeinde sucht derzeit nach einer neuen Nutzung für das Gebäude, das in der vorhandenen Größe nicht mehr für Gottesdienst benötigt wird.

All diese Bauarbeiten bedeuten für Kirchgänger und auch für das kirchliche Personal Unannehmlichkeiten. Sie stellen aber auch die Kirchenvorstände, in denen sich ehrenamtlich Engagierte um die Gebäude kümmern, vor große Herausforderungen. In vielen Sitzungen und Projektgruppen schmieden sie Pläne und übernehmen Verantwortung für die ihnen anvertrauten Gotteshäuser. Ihnen spricht Oberpfarrer Guido Assmann deshalb seinen besonderen Dank aus.


UPDATE (27.2.2020, 13.11 Uhr): Für die Sanierung des Marienhauses ist ein mittlerer

einstelliger Millionenbetrag bzw. - in anderen Worten - ein mittlerer siebenstelliger Betrag erforderlich. Zuerst war leider eine falsche Angabe veröffentlicht.