Nikolauskloster pflegt den Adventsbrauch des Marientragens

Diese Figur der schwangeren Maria wird vom Nikolauskloster aus von Haus zu Haus getragen.

Eine Tradition wird fortgeführt: Das „Marientragen“ ist ein religiöser Brauch, der zur Zeit des Barocks im deutschsprachigen Raum entstand. Der Brauch geht zurück auf die Erzählung der Herbergssuche von Maria und Josef. „In den letzten Jahren haben wir diese Idee mit großem Zuspruch aufgegriffen und die symbolische Quartiersuche mit Familien, Schulen, Kindergärten, Feuerwehren, aber auch Einzelpersonen gestaltet. Das wollen wir auch 2021 wieder tun“, so Pater Andreas Petith, der Rektor der Oblatenmissionare im Nikolauskloster bei Glehn.

Für ihn hat dies eine besondere Bedeutung: In den Häusern der Gläubigen bekommt Maria einen besonderen Platz und führt Menschen zusammen. „Das gemeinsame Gebet, der Austausch miteinander stärkt im Glauben an den, der uns in Maria geboren ist. Menschen gehen aufeinander zu und heißen sich willkommen“, betont der Ordensmann.

Die aus Peru stammende Figur der schwangeren Maria wird mitsamt der Transportkiste nach dem Entsendungsgottesdienst am Samstag, 27. November, um 16 Uhr weitergereicht und jeden Tag von Haus zu Haus getragen. Die Übergabe Marias ist nicht mit besonderen Verpflichtungen verbunden. Manche beten zusammen, manche laden sich zum Essen ein. Das kann und sollte individuell gestaltet werden. Am Heiligen Abend kommt Maria wieder in der Kirche des Nikolausklosters an, und dann wird auch die Krippe vollständig sein.

Wer Maria bei sich für einen Tag aufnehmen und an dieser besonderen Art der Vorbereitung auf Weihnachten teilnehmen möchte, meldet sich bis zum 26. November im Nikolauskloster, unter der Telefonnummer (0 21 82) 82 99 60 oder per E-Mail an nikolauskloster@oblaten.de. „Bitte teilen Sie uns dann auch Ihren Wunschtag (mit Alternative) mit“, so Pater Andreas.