Oekovener Pfarrei St. Briktius trauert um langjährigen Pfarrer Schönen

Pfarrer i. R. Hans Günter Schönen prägte Oekoven und starb im hohen Alter in Köln. Archivfoto: TZ
Die Gemeinde St. Briktius in Oekoven trauert um Pfarrer i. R. Hans Günter Schönen, der in seiner Heimatstadt Köln verstorben ist. Der Geistliche wurde dort 1928 geboren, „baute“ das Abitur und studierte Theologie in Bonn und München. 1952 weihte ihn Kardinal Josef Frings im Kölner Dom zum Priester. Danach wirkte Schönen als Kaplan in der Remscheider Gemeinde St. Marien. Als er nach einem medizinischen Behandlungsfehler schwerhörig wurde, besuchte er eine kirchliche Verwaltungsakademie und begann seine Arbeit in der Besoldungsabteilung des Generalvikariats für Laienangestellte.
    Als der Geistliche in dieser Funktion einen Küster-Lehrgang leitete, lernte er einen der Dozenten näher kennen: Es war Dechant Dr. Laurenz Lang aus dem Oekovener Nachbarort Evinghoven. Lang wies Schönen auf die freie Pfarrstelle von St. Briktius im heutigen Rommerskirchener Seelsorgebereich Gilbach hin. Der Seelsorger sagte zu und wurde 1963 in sein neues Amt eingeführt.
   Er setzte Akzente in der Liturgie und in der Jugendarbeit, beim Pfarrfest und im Karneval. Unter seiner Regie wurde 1966 das Gemeindezentrum und ein Jahr darauf das Jugendheim errichtet. Später erfolgte die langwierige Sanierung der Kirche, einem romanischen Kleinod, dem Schönens große Liebe galt. Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft ernannte ihn anlässlich seines Goldenen Priesterjubiläums 2002 zum Ehrenmitglied. Wegen seiner Schwerhörigkeit trat der Seelsorger bereits 1984 als Pfarrer in den Ruhestand, blieb aber in Oekoven wohnen und feierte noch lange regelmäßige Gottesdienste.
   Das publizistische Schaffen hat Schönens Leben geprägt. Ihm, dem bei der Einführung prophezeit worden war, er würde Oekoven zum Wallfahrtsort machen, wandelte auf Briktius’ Spuren durch weite Teile Europas. Herausgekommen ist das Buch „Der Mann mit den glühenden Kohlen – Leben und Verehrung des heiligen Briktius“, das Schönen dem damaligen Papst Johannes Paul II. persönlich überreichen konnte.
    Ansonsten hat sich Schönen einen Namen als Motor der „Sammlergilde St. Gabriel“ gemacht, die sich Briefmarken mit christlichen Motiven widmet. Das 1700-seitige „Gabriel-Lexikon international“ ist der dickste Beweis dieses Engagements, dem noch zahlreiche andere Publikationen erwachsen sind.