Ökumene und Hoffnung

Ökumene und Hoffnung
Ganz im Zeichen des ökumenischen Kirchentags in München stand der Neujahrsempfang, zu dem der Katholikenrat im Rhein-Kreis Neuss eingeladen hatte – denn Einladende waren auch der Verband der evangelischen Kirchengemeinden Neuss und die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen im Raum Neuss gewesen.

Etwa 400 Gäste – nicht nur engagierte Christen, sondern auch Vertreter aus Politik und Gesellschaft – folgten der Einladung. Sie feierten zunächst in der Basilika St. Quirinus einen ökumenischen Gottesdienst, bei dem Pfarrerin Dr. Ilka Werner die Predigt hielt. Anschließend trafen sie sich im Zeughaus, wo sie von Kreisdechant Msgr. Assmann, Pfarrer Franz Dohmes und dem Katholikenratsvorsitzenden Cornel Hüsch willkommen geheißen wurden.

Hüsch blickte in seiner Ansprache unter anderem auf das „Superwahljahr 2009“ zurück – ein Jahr, in dem auch die Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände in der katholischen Kirche neu gewählt wurden. So begrüßte er besonders die neuen Amtsträger.

Den folgenden Festvortrag hielt Prof. Dr. Alois Baumgartner – Vorsitzender des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum München und Freising sowie einer der Organisatoren des ökumenischen Kirchentages 2010. Er griff das Leitwort des Kirchentages „Damit Ihr Hoffnung habt“ auf und ging der christlichen Hoffnung als „Sprengkraft für die Gesellschaft“ nach. Die Hoffnung werde unter anderem wirksam in den Grenzerfahrungen des Menschen bei Krankheit und Leid, sie stehe dann für eine Kultur des Lebens. Die Hoffnung auf Auferstehung und Durchbrechung des Todes mache frei zu einem Leben gegen die Selbstbehauptung und zum Dasein für andere. Hoffnung schaffe auch Vertrauen, dass das unvollkommene und bruchstückhafte Werk des Menschen Vollendung finde. Nicht zuletzt erweise die Hoffnung auf Versöhnung eine heilende Kraft, wo Menschen sich schuldig machen.

Das Thema Hoffnung stand auch im Mittelpunkt eines abschließenden künstlerischen Vortrags: die Projektgruppe künstlerischer Tanz im Tanzraum Neuss hatte sich kreativ mit dem Thema auseinandergesetzt. Viele Gespräche im Zeughausfoyer beschlossen den Abend.