Pfarrer Holl in Grevenbroicher Heimat beerdigt

Auferstehungsmesse am Sarg von Pfarrer Theo Holl.
Auferstehungsmesse am Sarg von Pfarrer Theo Holl.
Zur Beerdigung von Pfarrer Theo Holl waren viele Priester und Gläubige aus den Gemeinden gekommen, in denen der rührige Seelsorger gewirkt hatte. Zu den Trauernden gehörte auch Dompropst Dr. Norbert Feldhoff.

Am 12. Dezember 1933 war Theo Holl als ältester von vier Geschwistern in Noithausen geboren worden. Nach dem Abitur in Grevenbroich studierte er in Bonn Theologie. Am 11. Februar 1960 wurde er im Kölner Dom von Erzbischof Kardinal Josef Frings zum Priester geweiht. Seine Heimatprimiz konnte er in der Kirche St. Josef in der Grevenbroicher Südstadt feiern. Nach Kaplansjahren in St. Josef in Wuppertal-Elberfeld und St. Matthias wurde Holl 1971 Pfarrer von St. Nikolaus in Brauweiler. 1983 wurde er zum Rektoratspfarrer von Herz Jesu in Engelskirchen-Loope ernannt. Nach einer Herzoperation wirkte er als Ruhestandsgeistlicher zunächst in Marienheide und dann als Altenheimseelsorger in Niederkassel.

Auf ausdrücklichen eigenen Wunsch wurde Holl in Grevenbroich beerdigt. Dompropst Feldhoff feierte die Auferstehungsmesse in der Kirche St. Martin in Frimmersdorf und überbrachte Grüße von Erzbischof Kardinal Joachim Meisner. In seiner Predigt würdigte Dechant Monsignore Franz Josef Freericks aus Rommerskirchen die fröhliche, menschenzugewandte Art der Seelsorge von Pfarrer Holl, der gerade in den letzten Monaten immer wieder von der Freude des Glaubens und des Himmels gesprochen hatte. Als Vermächtnis hatte er auf eine Grabinschrift aus Salvador Bahia verwiesen, in der es heißt: „Liebt ihr mich wirklich, so weint nicht mehr um mich.“ Bei der Feier wirkte ein Chor aus Engelskirchen-Loope mit. Viele Besucher auch aus den Gebetskreisen seiner alten Gemeinden zogen mit zum Frimmersdorfer Friedhof wo Pfarrer Holl neben seinem verstorbenen Bruder zur Ruhestätte geleitet wurde. Die letzte Ehre gaben ihm neben Feldhoff und Freericks auch Pfarrer Monsignore Bernhard Stodt, Pfarrer Alexander Lubomierski und Kreisdechant Domkapitular Monsignore Anno Burghoff.